Ich betrete ein neues Jahr.
Was in Wahrheit natürlich längst ein Akt der Vergangenheit ist. Keine Sorge, ich habe die ersten zwei Wochen von 2026 nicht im Haus verbracht. Der Jahreswechsel war indes denkwürdig: Das Läuten der Agneskirche und das Crescendo der Knallerei begleitete mich beim Lauf im Treppenhaus. Eine Fehlkalkulation des Insulins ließ meinen Blutzucker steigen wie eine, nun ja, Silvesterrakete. Da ich in der ersten Nacht des neuen Jahres nicht in den Unterzucker fallen wollte, blieb nur Bewegung statt mehr Insulin. Ich schreibe es hier auf, denn eines Tages werde ich womöglich an den ersten Jahreswechsel in meinem neuen Leben mit Diabetes Typ 1 zurückdenken und das nachlesen wollen.
Es wird heute ziemlich länglich, weil sich einiges angesammelt hat. In erster Linie schreibe ich hier für mich selbst (es gibt keine Statistiken). Wer will, liest. Wer nicht will, lässt es einfach.
Nach wie vor beschäftigt mich der Diabetes stark. Seit dem 20. November trage ich einen Blutzuckersensor am Arm. „Wenn Sie blutig messen, ist das wie ein Foto Ihres Blutzuckers,“ sagte mir die Diabetologin, „mit dem Sensor bekommen Sie den Film.“ So ist es. Alle fünf Minuten misst mein Sensor den Gewebezucker und erstellt daraus eine Kurve nebst Auswertungen. Es gibt einen Zielbereich, innerhalb dessen mein Blutzucker idealerweise liegt, sowie einen Zieldurchschnittswert. Ich trage Insulingaben, Mahlzeiten und Aktivitäten ein. Alle Werte habe ich auf meinem Smartphone. Die App zeigt mir, ob der Blutzucker gerade steigt oder sinkt. Es gibt Alarme, falls sich die Werte bedenklich entwickeln. Ich kann darauf reagieren und mit den Werten planen. Gute Sache.
Ich hatte gleich nach der Diagnose beschlossen, diese Autoimmunerkrankung vor allem interessant zu finden und an ihr zu lernen. Das alles führt dazu, dass ich insgesamt wirklich gute Werte habe, vor allem im Vergleich zu der Lage Ende August.
Jedes Tag aber ist anders. 42 Faktoren, so habe ich inzwischen erfahren, beeinflussen den Blutzuckerwert. Der menschliche Körper ist keine Maschine, an der man ein paar Knöpfe drückt und, zack, funktioniert wieder alles richtig. Es ist wahrlich beeindruckend, wie flexibel und fein dieser Organismus agiert und reagiert. Nun, da ich lediglich eine Funktion für meinen Körper übernommen habe, ist meine Achtung vor Körper und Geist durchaus gestiegen. Als Externe und Interne zugleich vermag ich diese Funktion nur unzulänglich zu ersetzen. Kommen noch andere Faktoren hinzu, turnt der Blutzuckerwert auch flott mal mir gänzlich unbekannte Figuren.
Aber nicht nur der Mensch, auch Medizintechnik kann versagen: Ein offenkundig defekter Pen, in dem das Insulin nicht oder unzulänglich wirksam war, bescherte mir zwei ungute Tage. Immerhin war ich dadurch viel an der frischen Luft unterwegs, denn: Gehen hilft. In so vielerlei Hinsicht.
Ich trete vor die Tür.
Die Gänge ins Heimbüro waren zahlreich. Ein erfreulicher Effekt war, dass ich wieder im Bilde bin, was im Agnesviertel zu unterschiedlichen Tageszeiten los ist. Im Winter haben Flusskreuzfahrtschiffe zu meiner Überraschung Hochsaison. Täglich wechselten die fahrenden Schachtelhotels mitunter mehrfach am Anleger. Mich verblüffte das, denn das Schönste an Bootsreisen ist für mich, mit der Nase im Wind auf dem Schiff zu sein. Und nicht im oft stickigen Inneren.
Aber ich bin auch nicht Zielgruppe für Kreuzfahrten jedweder Art. Allein die Vorstellung, auf engstem Raum mit möglichst vielen Leuten unentrinnbar zusammengepfercht zu sein, lässt mich schaudern. Vielleicht ist Köln aber auch eine Endhaltestelle für die vielen Flusskreuzfahrten. Busse luden ein und aus. Auf den Schiffen wurden gefeudelt und gemoppt. Versorgungswagen brachten Ladungen voller Lebensmittel. Am Anleger war was los. Was auch bedeutete, dass der Dieseldunst sich mit den Abgasen der Autos, Lastwagen und Busse auf der Rheinuferstraße mischte. Jede Windböe war willkommen und dann lag ja auch Schnee.
Schnee in Köln!
Das gab es nun seit Jahren nicht: Gleich mehrere Tage hintereinander lag nennenswert Schnee. Als Sauerländern (gut, auch nichts, was man in diesen Tagen gern preisgibt) vermisse ich Schnee und Frost im Rheinland, wo die Winter meist grau, lichtarm und eher so halbkalt sind. Bestenfalls sind sie nass, dann hat man immerhin den Trost, dass sich der Grundwasserspiegel erholt und die Erde gut durchfeuchtet ist, wenn es mit dem Wachsen losgeht. In diesem Jahr jedoch war es über Tage hinweg ordentlich winterlich. Wobei, das Wetter ist als Thema beim Smalltalk raus. Liest man sich nämlich tiefer ins Thema rein – nun ja, auch wenn die aktuelle Bundesregierung Weihnachten, äh, den Klimawandel abgesagt hat, zieht der sich nicht schulterzuckend zurück. Im Gegenteil.
Die Weltlage, ob nah, ob fern, bleibt unfassbar und es wird im Grunde täglich immer noch arger.
Stabil bleiben.
Selbst wenn es bedeutet, dass man sich dieser Tage an Schönes klammert wie an Halteschlaufen im schwankenden Bus. Wir waren im Theater, genauer im Schauspiel Köln. Am 30. Dezember jährte sich der Todestag von Heiner Müller. Zu diesem Anlass gab es eine eigens inszenierte Ehrung. Es war voll. Es war verstörend. Es war gut. Es hat uns neu mit Kulturlust infiziert. Passend dazu hörten wir zuhause oft Musik, darunter viele Alben, die jahrelang nicht zum Einsatz kamen. Und Ende Januar gehen wir schon wieder ins Theater. Es hilft womöglich, dass am Schauspiel Köln mit Kay Voges ein alter Bekannter aus frühen Kultur-im-Web2.0-Zeiten Intendant ist. Im WDR 3 gab es ein schönes Samstagsgespräch mit ihm.
Für dieses Jahr haben wir in der Folge einen Kulturbeschluss gefasst: mindestens einmal im Monat was mit Kultur. Herr Hoffmann und ich sind wechselseitig zuständig für Auswahl und Karten. Es lässt sich gut an. Ist gut. Tut gut.
Auf eine freundliche Einladung hin (so schön!) waren wir dann auch im Kino. Wir sahen Rob Reiners Verfilmung von William Goldmans Die Brautprinzessin. Ich hatte das Buch damals durch das Hörbuch mit einem bestens aufgelegten Jochen Malmsheimer und einem etwas hölzern sprechenden Bela B. entdeckt. Ein Lieblingsbuch. Ein Lieblingshörbuch. Oft gelesen. Oft gehört. Für mich war es das erste Mal, dass ich den Film sah. Nun ja. Ich tue mich von jeher schwer mit Verfilmungen insbesondere sehr gemochter Bücher. Eine Verfilmung ist immer die Interpretation eines anderen, umgesetzt entweder mit zu viel oder zu wenig Technik. Die eigene Vorstellungskraft arbeitet ohne Budget. Und an meine kommt ein Film schlicht selten ran. (Warum das beispielsweise mit Verfilmungen von Janes Austens Romanen so gut wie immer funktioniert, ist mir übrigens ein Rätsel.)
Rob Reiners Verfilmung ist charmant, mit geringen Mitteln umgesetzt, toll besetzt, bleibt aber im Vergleich zum Buch – für mich – blass. Ich fühlte mich aber auf gute Weise oftmals an Monty Python erinnert.
Was mir übrigens heute auffällt: Frauen kommen in dieser Geschichte kaum vor. Und wenn, dann nur im Zusammenhang mit den handelnden Männern. Solchen Erzählungen wohne ich heute nicht mehr so gern bei. Kurz hatte ich überlegt, ob ich das Buch nochmal lesen möchte. Hm. Ein Vielleicht mit Tendenz zu einem Ochnö.
Womit wir bei Twin Peaks wären.
Über Twin Peaks wird gerade wieder viel gesprochen, denn bei Arte ist die komplette Serie bis Dezember 2026 in der Mediathek verfügbar. Richtig reingezogen hat es mich ins Nachdenken über meine einstige Lieblingsserie durch Frau Kaltmamsell und ihr erstes Mal Twin Peaks. Wir sprachen kurz bei Mastodon und ich zog mit der Frage von dannen, was mich an dieser Serie einstmals so fasziniert hatte. Twin Peaks lief ab Herbst 1991 bei RTL, das für eine Weile auch mit der Satellitenschüssel empfangen werden konnte. Ich (Abi 1992) wohnte damals noch beim meinen Eltern. Wie ich das hinbekommen hatte, weiß ich nicht mehr, aber ich schaffte es, dass ich freitags um 21 Uhr das Familienheiligtum, den Wohnzimmerfernseher, für mich hatte. Meine Eltern saßen in der Küche, während ich Woche für Woche gebannt vor Twin Peaks saß.
Womit hatte mich die Serie so sehr ergriffen, dass ich mich über Jahrzehnte hinweg stark mit ihr identifizierte? Twin Peaks war lange Zeit eines der Erkennungsmerkmale, die eine Anfreundung zumindest erheblich erleichterte. Ein Zeichen des mutmaßlichen Einverständnisses über, ja, worüber eigentlich?
Ich versuche, mich zu erinnern:
Der Auftritt von Dale B. Cooper. Ein wunderlicher Nerd mit einem großen Herz für hohe Bäume, einer schrägen Beziehung zu einem Diktiergerät namens Diane und einem offenherzigen Zugehen auf die Menschen von Twin Peaks, das eine gewisse Weltfremdheit offenbarte, vielleicht auch den Wunsch, überwältigt zu werden, sich hinzugeben. Dass er die scheußlich wirkende Kaffeebrühe im seltsam kantinenartigen Café vor Ort pries, war mir als damals Nicht-Kaffee-Trinkerin suspekt. Ist es auch heute noch. Kirschkuchen, ja. Für diesen FBI-Agenten konnte ich mich erwärmen. Ein Außenseiter in einem für meine Sehgewohnheiten ziemlich abgefahrenen Anzug, blass und mit strenger Frisur. Ich erinnere mich, dass in meinem Umfeld in der Grenzregion zwischen Sauerland und Bergischem Land alle doch eher unauffällig gekleidet waren. Hier und da gab’s ein bisschen Heavy Metal oder Goth, aber sonst doch eher das, was man heute als Normcore bezeichnen würde.
Die Einwohner*innen von Twin Peaks hingegen waren eine Ansammlung von exzentrischen, spleenigen und kauzigen Eigenbrötlern, die auf ihre Art eigen bis außerordentlich schön wirkten. Die Lady mit dem Scheit und ihr „Die Eulen sind nicht, was sie scheinen“. Ein einziges „Menschen, ey“ sprach aus Twin Peaks. Ich fand mich wieder in meinem Unverständnis der Erwachsenenwelt gegenüber (und vor allem meiner Familie, ein Eindruck, der sich mein Leben lang nie klären, sondern verstärken sollte).
Dann diese sexuell aufgeladene, schwüle Atmosphäre in rauer, kühler Natur, die bizarren Traumwelten, die mir verwandt schienen mit meinen eigenen, wenn ich selbst am Tag nach diesen Träumen oftmals nicht mehr sagen konnte, was real und was geträumt war. Überhaupt, diese vielen geheimnisvollen Andeutungen. Die Realität als Schicht zwischen Traum und Mystik. Doppelte und mehrfache Böden. Illusionen. Das Leben als Trickkleid. Diese Musik, das schwingende, tänzelnde Plingpling. Das atmosphärische und unheilvolle Rauschen, ein Markenzeichen von David Lynch. Düsternis und Sex sind eins. Keine Unschuld, nirgends.
Ich war Anfang der 1990er so unglaublich bereit nach … etwas Anderem. 1991 löste sich die Sowjetunion auf und der Kalte Krieg schien vorbei. (Allerdings gab es Krieg im ehemaligen Jugoslawien.) FCKW wurde verboten, was mir Hoffnung machte. Auch die aufkommenden Katalysatoren fürs Auto machten mir Hoffnung, den Sauren Regen einzudämmen – die Bilder der toten und kranken Wälder machten damals (!) noch alle so betroffen, dass Änderungen möglich waren. Für mich persönlich lag Veränderung in der Luft mit dem Ende der Schulzeit und der Möglichkeit, auszuziehen. Ich war offen für Neues, für Anderes. Twin Peaks erreichte mich daher ebenso wie etwa das Musikmagazin Rapido bzw. Ragazzi mit Ingo Schmoll, das mich erstmals mit Indiemusik in Kontakt brachte.
Die Rollenbilder in Twin Peaks entsprachen damals voll meinem Erleben: Frauen stets schön als Opfer von Gewalt und Sehnsüchten der Männer, handelnd aus Misshandlung oder Not heraus, die Männer handelnd aus vielleicht hehrer Absicht, aber am Ende meist durch fiese Abgründe. Wenige Ausnahmen wie Sheriff Harry S. Truman – wie der Name schon sagt, der wahre Mann, true man. Aber auch er hat eine Affäre mit einer verheirateten Frau. Andy und Lucy, naiv und treudoof, die der Durchtriebenheit der anderen hilflos ausgeliefert sind. Bin ich das? Sind wir das, die Zuschauenden?
Bob hat mir schlaflose Nächte bereitet. Oder vielmehr üble Träume.
Als die letzten fünf (?) Teile dann bei Tele 5 liefen, war ich raus. Denn Tele 5 gab es nur via Kabel. Bis heute habe ich das Ende nicht gesehen. Und auch nicht die dritte Staffel.
Ein Beschluss, Twin Peaks vor einigen Jahren nochmal zu sehen (samt Ende!), versandete nach einigen Folgen. Herr Hoffmann hatte Twin Peaks bis dahin noch gar nicht gesehen. Ich glaube, uns kam damals das Leben draußen dazwischen. Fernsehen ist doch eher eine Sache für wenige Wochen im Winter. Mein Interesse an amerikanischen Produktionen (und Büchern) ist in den letzten Jahren zudem merklich abgeflaut.
Und jetzt? Ab an den Ku’damm.
Wir schauen uns momentan nochmal Folge für Folge von Annette Hess‘ Serie Ku’damm an. Die Frauen der Familie Schöllack samt der sie begleitenden Männer sind uns beiden ans Herz gewachsen. In der Serie steckt viel drin. Und auch wenn ich mich die halbe Zeit über Dies und Das aufrege, denke ich doch im nächsten Moment: Ja, die Menschen haben schlicht eine völlig andere Prägung, ein anderes Wissen, erleben eine andere Zeit. Und ich habe den Eindruck, dass Annette Hess ihre Figuren sehr authentisch in ihrer Zeit erzählt, mit den Möglichkeiten und vor allem Grenzen, die es 1956, 1959, 1963 und 1977 gab.
Bei den neuen Folgen von 1977 sind wir noch lange nicht. Wie ich las, ist Freddy Donath, eine meiner Lieblingsfiguren, raus. Wie schade. Ich ahne, dass die verblüffend gute Musik der vergangenen Staffeln womöglich damit auch eine kleinere Rolle spielen wird? Aber zentral sind ohnehin die Frauen. Ich denke oft an die Frauen meiner Familie, aber auch die meiner Generation. Wie würde deren und unsere Geschichte wohl erzählt werden? Berlin ist ein so vollkommen anderer Schauplatz mit ganz eigenen Bedingungen. Eine Serie, die mich gut unterhält und auch beschäftigt. Ich stehe deutschen Produktionen oft skeptisch gegenüber. Diese hier mag ich.
Währenddessen ist Winterruhe in Bad Kleingarten.
Haben wir in den beiden Wintern nach der Übernahme des Gartens immer noch umgestaltet und gebuddelt, haben nun alle, die überwintern, ihre himmlische Ruhe. Was auch immer das heißt: Regelmäßig sehen wir Fuchs und Katz auf der Wildtierkamera. Und als Schnee lag, konnten wir an den Spuren erkennen, dass doch recht viel los ist. Aber es ist auch gut zu wissen, dass etwa in Stängeln, Zweigen, Halmen und im Totholz wenig Bewegung ist, wo allerlei Insekten pennen. Und auch den Gartenschläfer vermuten wir im Tiefschlaf in einem der Nistkästen. Die Samenstände der Stauden werden von Vögeln und Kleinsäugern ebenso nach und nach weggesnackt wie die Beeren und Hagebutten.
Am Küchentisch brüte ich zuweilen über den Beetplänen für den Gemüsegarten und sortiere Saatgut. Eine Erkenntnis aus dem letzten Jahr ist, dass es nicht sinnvoll ist, über die erste Kultur hinaus zu planen. Die kalten Nächte im letzten Mai verbunden mit der großen Trockenheit im Frühjahr hatten alle Pläne für Vorkultur, Hauptkultur und Nachkultur über den Haufen geworfen. Nun plane ich also die ersten Aussaaten und Pflanzungen, denke über eine sinnvolle Fruchtfolge nach, prüfe, wann ich beginne, vorzuziehen (und was), worauf wir in diesem Jahr verzichten und was wir ausprobieren. Außerdem habe ich beschlossen, doch die ein oder andere Jungpflanze zu kaufen. In unserer Wohnung haben wir im Februar noch zu wenig Licht, um starke Chili- und Paprika-Pflanzen vorzuziehen. Den Platz nutze ich dann auch lieber für andere Kulturen.
Ach, ich freue mich aufs neue Gartenjahr! Es wird unser drittes Jahr mit Garten. Es ist so aufregend, die Entwicklung zu verfolgen und weitere Veränderungen zu planen.
Quetsche ich nun noch Gelesenes und Buchladengeschichten dazu? Nein. Das dann doch lieber separat. Ich habe Gutes, Wahres und Schönes gelesen und bin voller Buchladenliebe. Beides benötigt Raum. Also:
Bloggen, mehr bloggen, weiter bloggen.
Ja.
Die Website ist frisch aktualisiert und nach 16 Jahren habe ich mir eine neue Schrift erlaubt. Die vorherige war zunehmend schlecht lesbar und allzu stark ausgegraut. Nun ist Lora am Start und das Grau ist deutlich dunkler. Ich werde auch zusehen, wie ich hier eine Blogroll integrieren kann. Oder ich stricke das „Andernorts“ entsprechend um. Es scheint mir doch eine sinnvolle Idee, das verstreute Dorf erreichbarer zu machen mit all den Nachbarinnen und Nachbarn, die ich regelmäßig oder hin und wieder lese.
Denn auch das sehr gemochte Mastodon hat seine hellen und seine schattigen Seiten: Andrea schrieb sich den Ärger von der Seele. Beim Lesen und auch, weil ich den Auslöser mitbekommen habe, wird mir bewusst, wie gut es doch ist, ein eigenes Blog zu haben. Ohne zu vergessen, wie wichtig es ist, sich an den verschiedenen Dorfbrunnen für einen guten Umgang miteinander einzusetzen.
Wohlan.
Oh, Moment. Reklame! Die Heimbürokantine läuft übrigens inzwischen wieder auf Hochtouren. Wir haben über die Feiertagspause hinweg ausgezeichnet gekocht, miteinander und füreinander. Ich koche unter der Woche wieder mit Begeistertung für mich selbst oder für ein gemeinsames Abendessen. Neuerdings bin ich völlig verrückt auf Kimchi und Kombucha. Alles schwingt sich neu ein und der Diabetes führt nochmal zu einer Wissensvermehrung in Sachen Lebensmitteln und Ernährung. Interessant, wie erwähnt. Die Geschichten aus der Heimbürokantine gibt es noch zu kaufen, falls es jemand noch nicht hat, aber Lust aufs Lesen von Essen und damit verbundenen Erinnerungen hat. Als ich kürzlich Alina Bronskys Buch Essen las, dachte ich, dass die beiden Bücher sich sehr gut vertragen sollten.
(Ja, ich habe nun auch wieder richtig Lust darauf, ein Buch zu schreiben.)

Wie unterschiedlich Geschmäcker doch sind, ich möchte weder Twin Peak noch Kudamm. Dafür liebe ich deine Beiträge sehr!
Und darüber bin ich doch wahrlich froh! Pech für Twin Peaks und Ku’damm, Glück für mich.
Ganz schön was los, in deinem Leben. 🙂 Interessant, was du noch alles über Twin Peaks weißt und wie tiefgreifend das für dich war. Ich habe das damals auch mit Begeisterung gesehen. So eine Art von seltsamer Geschichte, war neu. Und für die Design-Student*innen-Bubble damals waren die Coolness und Gestaltung interessant.
Hattest du die neue Blog-Schrift nach meinem Einwurf neulich nochmal nachgegraut? (Da war ich an einem anderen Rechner und sie kam mir viel heller vor.) Hier und jetzt finde ich sie gut.
Alina Bronskys Buch ‚Essen‘ habe ich mir mal notiert. 😉
Ja, das saß tief mit Twin Peaks. Hatte irgendwann auch mal ein Buch von Georg Seeßlen darüber gelesen, aber erinnere mich überhaupt nicht mehr daran, was er geschrieben hatte.
Hm, komisch mit der Schrift. Bin aber froh, dass Du sie nun gut findest. Ah, gut möglich, dass das noch nachgerutscht ist. Ich habe das nicht selbst gemacht, sondern hatte Hilfe.
„Essen“ gebe ich Dir gern, wenn ich ganz durch bin!
Au ja, gerne. (Essen)