Drei Dinge und ein Podcast

An Kultur im digitalen Raum gibt es in diesen Wochen kein Mangel. Zu manchem findet man Zugang, anderes lässt vielleicht unberührt. Ich selbst finde immer wieder viel Freude an den via Videos zusammengeschnittenen Orchestern wie diesem hier vom französischen Nationalorchester oder der #wdrhausmusik oder der Coronaversion dieses Duke-Ellington-Stückes. Und dann diese Shakespeare-Sache – göttlich. Ich…

Die Gleichzeitigkeit von Ungleichzeitigkeit: Ein Gang ins Heimbüro

Ich trete vor die Tür. Ein gespenstisches Gefühl. Ich frage mich, wie lange dieser inzwischen selbstverständliche Gang ins Heimbüro noch möglich ist. Die vergangenen Wochen haben die Welt einmal auf Links gedreht und nun liegt sie verkrumpelt und irgendwie kleiner vor mir*. Während die Sonne vom Himmel und vom Pflaster strahlt, hängen die Gedankenwolken schwer.…

Ist das Selfie das Arschgeweih des Internets?

Selfies sind die Ermächtigung des Menschen, das eigene Bild im öffentlichen Raum mitzubestimmen und aktiv zu gestalten.

Wie sie dies letztlich tun, vermag uns zu belustigen, zu begeistern, zu langweilen oder gar zu verstören. Aber es ist die naheliegendste und niederschwelligste Form des Ausdrucks. Empfindungen mit Wörtern treffend zu beschreiben, fällt nicht jedem Mensch leicht. Aber Empfindungen zu zeigen schon eher. Selbst wenn diese dann oftmals ins Groteske überzeichnet werden, sind sie oft sprachraumübergreifend verständlich. Mithilfe von Fotos, Videos, Emojis und Sprachnachrichten zu kommunizieren wird dank Snapchat und Whatsapp selbstverständlicher.

„Man muss nur um die Ecke denken.“

„Man muss nur um die Ecke denken.“ Ich schmunzelte, als ich den Satz von Marc las. Und dachte bei mir, dass dieses “nur” vermutlich so einige im Publikum verrückt machte. Ich selber finde das ja auch. Ideen und mögliche Geschichten fliegen mir andauernd entgegen. Manchmal braucht es nur eine kurze Hin- und Hertwitterei mit Menschen wie Marc und schon hüpfen wir alle mit frischen und knallbunten Ideen wieder an unsere Arbeit. Und ich kann mir oft gar nicht vorstellen, dass es anderen nicht auch so geht.

Das Gras auf der anderen Seite des Zauns: Ist das eigene Netzwerk nichts wert?

Meiner Ansicht nach hat jeder die Gestaltung seines Netzwerks und damit seiner Filterblase in der Hand. Wenn man das Gefühl hat, dass im Netzwerk etwas fehlt, sollte seine eigene Filterblase durch den Ausbau dieses Netzwerks weiten. Es ist möglich. Kostet Zeit? Jau. Zahlt sich aber langfristig aus: durch fruchtbaren Austausch, kritische Auseinandersetzungen, stetes Hinterfragen und ungewöhnliche Kooperationen.