Eine Stadt ohne Schmutzfilm

Brrr. Kalt. Ich trete vor die Tür und ziehe den Reißverschluss bis zum Anschlag hoch. Wintermütze. Schal. Winterpulli. Wollsocken. Übers Wetter schimpfen ist gerade seltsam erleichternd. Bringt nichts, aber Druckluft entweicht. Trotzdem darf es nun gern wieder wärmer werden. Gestern verkühlte ich mich prompt, als ich mit dem Rad zum Stall über eine der Rheinbrücken…

Keine Zombies im Frühling

Ich trete vor die Tür und finde mich inmitten von urbanem Rauschen wieder. Moment mal, war doch alles nur ein böser Traum? Autos und LKWs fahren geschäftig vorbei, Menschen eilen, allein, aber doch außergewöhnlich viele. Es könnte fast ein normaler Tag sein. Aber dann sehe ich mich um: All die geschlossenen Läden. Die gedämpfte Stimmung.…

Die Gleichzeitigkeit von Ungleichzeitigkeit: Ein Gang ins Heimbüro

Ich trete vor die Tür. Ein gespenstisches Gefühl. Ich frage mich, wie lange dieser inzwischen selbstverständliche Gang ins Heimbüro noch möglich ist. Die vergangenen Wochen haben die Welt einmal auf Links gedreht und nun liegt sie verkrumpelt und irgendwie kleiner vor mir*. Während die Sonne vom Himmel und vom Pflaster strahlt, hängen die Gedankenwolken schwer.…

Enten und Liebe

Ich trete vor die Tür und finde mich inmitten von telefonierenden Menschen. Ich gehe die Straße hinunter und um mich herum telefoniert jeder. Jeder! Liegt’s am Coronavirus, dass man wieder mehr telefoniert? Heimbüro, Sorge um Angehörige und Freund:innen, das Meiden von Verabredungen in Echt und in Farbe? Dass mir gleich das Virus einfällt, fällt mir…

Der Welt einen Blumenstrauß vor die Füße knallen, dazu singt Heidi Brühl

Wir wollen niemals auseinandergehen. Wir wollen immer zueinander stehen. Diese eine Zeile. Die junge Heidi Brühl. Immer wieder von vorn. Die Platte in meinem Kopf hat einen Sprung, während sich in meinem Kopf diese eine Szene laufend wiederholt, in der Susanne Hennig-Wellsow einem gewissen Herrn den Blumenstrauß vor die Füße knallt. Mit diesem eigentümlichen Mash-up…