Paul Laarmann, Alissa Krusch und Deniz Elbir am letzten Tag des Kunstpilgerns im K20.

Irgendwann hat es „Plopp“ gemacht: Interview zum Kunstpilgern

Vor einigen Wochen machte ich mich auf zum Kunstpilgern: Das Paradies auf Erden. Drüben bei den Herbergsmüttern zog ich ein Resümee mit einer Ableitung für Kulturorte. Und in meinem Denkarium erscheinen nach und nach Beiträge aus Sicht der Reisenden. Als nächstes wird dazu in dieser Woche ein Artikel über das Kloster Kamp erscheinen – quasi das Überraschungsei unter den Kunstpilgerstätten.

Als Social Web Ranger stellten sich mir viele Fragen: Wer hatte die Idee, wie kam es von der Idee zur Umsetzung, wie erfolgte die Auswahl der Orte und Reisenden, wer war Zielpublikum der Aktion und welche Ziele wurden mit Kunstpilgern verfolgt? Glücklicherweise konnte ich Alissa Krusch von der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und Paul Laarmann vom Tourismus NRW e.V. ausquetschen, die für das Projekt Kunstpilgern von der Idee über die Umsetzung bis zur Auswertung zusammen mit Jens Nieweg veantwortlich sind.

Ist das Selfie das Arschgeweih des Internets?

Selfies sind die Ermächtigung des Menschen, das eigene Bild im öffentlichen Raum mitzubestimmen und aktiv zu gestalten.

Wie sie dies letztlich tun, vermag uns zu belustigen, zu begeistern, zu langweilen oder gar zu verstören. Aber es ist die naheliegendste und niederschwelligste Form des Ausdrucks. Empfindungen mit Wörtern treffend zu beschreiben, fällt nicht jedem Mensch leicht. Aber Empfindungen zu zeigen schon eher. Selbst wenn diese dann oftmals ins Groteske überzeichnet werden, sind sie oft sprachraumübergreifend verständlich. Mithilfe von Fotos, Videos, Emojis und Sprachnachrichten zu kommunizieren wird dank Snapchat und Whatsapp selbstverständlicher.

Das Paradies auf Erden: #Kunstpilgern

Kunstpilgern, das sind vier touristische Routen nach Themen durch Nordrhein-Westfalen: Diesseits, Feste Burg, Licht und Paradies. Das Projekt ersonnen und umgesetzt haben Jan-Paul Laarmann und Jens Nieweg von Tourismus NRW/Kulturkenner.de und Alissa Krusch von der Kunstsammlung NRW. Den Impuls gab die (übrigens famose) Ausstellung The Problem Of God. Christliche Kunst, sakrale Architektur, Volksglauben und Religion an sich als prägendes Element der Gesellschaft und steter Quell der künstlerischen Auseinandersetzung finden sich auf diesen Routen wieder. Daher eben auch #Kunstpilgern. Zum Start dieser Routen schickte das muntere Team Testreisende auf Tour.

Von Orgeln und Mäusen: Storytelling für die Vermittlung von Wissen und Kultur

Die letzten Töne des Nachspiels sind verklungen. Der Organist seufzt zufrieden und packt seine Sachen zusammen. Er streichelt kurz über die Orgel und verlässt den Raum. Husch! Husch! Zwei Mäusenasen zucken schnuppernd zwischen den Orgelpfeifen. Die feinen Schnurrhaare zittern. Die Luft ist rein. Lineares Storytelling im Internet – und dann auch noch eine Heldenreise? Mit einer…

Saure Zungen sind noch kein #ponyhofgate …

Ob ein Blogbeitrag über die re:publica nach nunmehr acht Wochen auch noch schmeckt? Ich bedaure sehr, dass ich nach den glitzernden Tagen in Berlin kaum einen Tag Ruhe hatte, um über das Geschehen vor Ort nachzudenken. Dabei kam wieder einiges ins Rollen, nicht zuletzt – aber Halt, das wird ein anderer Beitrag. Diesmal soll’s um Wortschatz, Sprachwandel und das #ponyhofgate gehen. Genau, meinen Vortrag. Ein blindes Huhn ist kein Ponyhof.

Kreativ und knallbunt: stARTcamp Köln zum Dritten #sck13

Am 13. September 2013 rufen wir Herbergsmütter (andernorts nennt man das schlicht Orga-Team) wiederum nach Köln. In diesem Jahr stellen wir Kreativität und Ideenfindung in den Mittelpunkt. Die Plattformen im Social Web und Tools zu verstehen und bedienen zu können ist das eine. Aber was Social Media wirklich interessant macht, sind die Geschichten und die unterschiedlichen Stimmen.

Ob Methoden oder Themen: „kreativ und knallbunt!” lautet die Parole des Tages. Im übrigen durchaus nicht nur für Kulturmanager, Künstler und Institutionen der Kulturvermittlung oder Kreativwirtschaft interessant.

Op Jöck im Druckluft: Das stARTcamp Ruhr York #scry13

Nun fand am 20. / 21. Juni 2013 das erste stARTcamp Ruhr York statt. Im ehemaligen Zechengebäude Druckluft trafen sich Menschen aus der Kultur- und Kreativszene, um sich beispielsweise über Storytelling, Social Impact Optimization (SIO), Location-Based Services und Social Media für Theater oder klassische Orchester auszutauschen (Sessionplan für Tag 2). In fabelhaft entspannter Atmosphäre (das Druckluft ist ein charmant verratzter, angepunkter Veranstaltungsort mit Platz für Gespräche drinnen und im Biergarten), bei bestem Wetter und hervorragender Verköstigung wurde es für mich persönlich sowas wie ein Urlaubstag.