Lern’ doch, was du willst! Über die Lust am Lernen. Eine Abschweifung.

Nachdem der von mir sehr geschätzte Bob Blume vor einer Weile zu einer Blogparade zur Lernlust einlud, turnten viele Gedanken in meinem Kopf herum. Das tun sie auch immer noch, aber ein paar habe ich hier herausgezupft. Es geht um Erfahrungen aus der Schulzeit und wie sie meine Lust am Lernen beeinflusst hat. Ich konnte mir aber auch ein paar Gedanken zu Lernen und Bildung allgemein nicht verkneifen.

Einige lose Gedanken zur Rechtschreibung

Studenten können keine Rechtschreibung mehr: Als ich heute morgen den Artikel in der FAZ las, dachte ich an eine Vorlesung gedacht, die DRadio Wissen mal als Mitschnitt gesendet hatte. Darin sprach ein amerikanischer (oder britischer) Professor über die Entwicklung der Sprache, und insbesondere über die der Rechtschreibung, Das war hochinteressant, weil es eine einheitliche Rechtschreibung noch gar nicht lange gibt. Noch vor hundert Jahren konnte man an der Rechtschreibung ablesen, woher jemand stammte oder lebte. Im Zuge der Gründung des deutschen Reichs und dem Erstarken des (Bildungs-)Bürgertums entschloss man sich dann Ende des 19. Jahrhunderts, eine einheitliche Rechtschreibung für alle Deutschen einzuführen. Wenn ich das alles noch richtig erinnere. Leider finde ich den Radiobeitrag nicht, auch eine Anfrage bei den freundlichen Menschen vom Rundfunk blieb erfolglos.

Abgrenzung durch richtiges Schreiben

Der Radiobeitrag machte mich nachdenklich, denn es ging auch um Kritik an der Rechtschreibung, weil sie als Abgrenzung benutzt wird: »Ich beherrsche die Rechtschreibung, also bin ich gebildeter (= was Besseres) als Du.« Schwierig. Und ich fummelte nachdenklich an meiner eigenen Nase herum. Dafür muss ich, wenn es um Rechtschreibung geht, die Hand recht weit hochheben.