Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das #DigitalLEBEN erklärt.

Als Social Web Ranger begleite ich Menschen und Unternehmen im digitalen Raum. Außerdem ist das Internet mein Großraumbüro. Ich selbst hege und pflege dort Projekte, die mir am Herzen liegen. Wie man Menschen für den digitalen Raum als selbstverständliche Erweiterung des Lebens interessieren oder gar begeistern kann, ist ein nicht unwesentlicher Teil meiner Arbeit. Und zwar aus zwei Gründen: zum einen bereichern lustlose, uninspirierte und per Copy&Paste hingeworfene Inhalte das Internet nicht, sondern verstopfen es nur. Damit ist niemandem gedient, übrigens auch nicht dem Verfasser. Zum anderen werden netzpolitische Themen erst dann für den einzelnen relevant, wenn es um die Verteidigung eines geschätzten Raumes geht. Wenn einem die Kneipe nebenan nichts bedeutet, ist es einem wurscht, ob sie wegen Luxussanierung schließen muss. Ist es die Stammkneipe, sieht das schon ganz anders aus.

Nun rief die SPD zu einer Blogparade zu #digitalLEBEN auf. Kurz vor Einsendeschluß knöpfe ich mir mit der kleinen Anleihe in der Überschrift bei Mark Twain die zehn Fragen vor.

Beißen Bücher? Tut Kultur weh? Gedanken nach dem Twittwoch Köln #twcgn

Ich nutzte die Gelegenheit, am Beispiel einer Kölner Buchhandlung zu zeigen, wie sie den digitalen Raum erforscht und ihn nutzt. Aber auch, wie sie mithilfe von Netzwerken ihre Präsenz und Relevanz vor Ort sowie die Bindung zu ihren Kunden stärkt. Hier steht ganz klar das Ladenlokal und der Kunde vor Ort im Mittelpunkt. Alles, was online passiert, ist additiv und ersetzt keine Aktivitäten im Laden. Der Buchhandel ist im Vergleich zu vielen anderen Sparten des Einzelhandels bereits sehr weit, nicht zuletzt angetrieben durch Amazon. Mir war es ein Anliegen, genau das an diesem Abend zu zeigen.

Über Notizbücher, Social Media und Eremiten: Interview mit Felix Wegener

Hin und wieder stelle ich hier im Blog bemerkenswerte Menschen und Projekte vor. Diesmal habe ich Felix Wegener peinlich befragt. Felix arbeitet als Onliner in einem Münchener Verlag. Wir kennen uns schon eine ganze Weile, zumindest digital. Zum ersten Mal getroffen haben wir uns, wenn ich das richtig erinnere, beim stARTcamp München im Frühling 2013.

Ich wollte von ihm wissen, was er persönlich an Social Media schätzt, wie er da eigentlich hineingeraten ist, was er Einsteigern empfiehlt, welche Möglichkeiten er für einen Verlag in Social Media sieht und wie die idealen Bedingungen für Social Media im Verlag wären. Außerdem plant er da offenbar einige bemerkenswerte Dinge, um Online und Offline miteinander zu verknüpfen. Da horche ich natürlich auf.

Tweetup, Bookup, Sweetup – what’s up? Eine Übersicht.

»Da draußen versteht uns doch keiner mehr vor lauter ‪#‎Hashtags‬, Wibke?« schrieb Steffen Meier bei Facebook. Er machte dort auf Veranstaltungsformen aufmerksam, die nun auch in die Buchbranche geschwappt sind: Tweetups, genauer: #bookupDE und #ReadUp. Da blickt vermutlich niemand mehr durch, schon gar nicht die Menschen, deren Gesicht sich allein bei TWEETUP zu einem einzigen Fragezeichen verzieht.

Die Stille ist ein Geräusch*: Storytelling mit Klang

Every time I hear sounds, I see pictures. Then, I start getting ideas. It just drives me crazy. (David Lynch)
Ein einfaches Geräusch, nämlich das Tropfen von schmelzendem Eis, erhält durch die Geschichte und die Installation seine Bedeutung. Geräusche eröffnen uns Räume – und Erzählwelten. Wenn man also fürs Storytelling eine Erzählwelt, eine Storyworld, entwickeln will, spielen auch die Geräusche eine nicht unerhebliche Rolle. Storytelling heißt, die Welt mit neuen oder anderen Augen sehen. Hinhören und aufmerksam werden kann inspirierend sein und den Raum für Geschichten öffnen.