Die Stille ist ein Geräusch*: Storytelling mit Klang

Every time I hear sounds, I see pictures. Then, I start getting ideas. It just drives me crazy. (David Lynch)
Ein einfaches Geräusch, nämlich das Tropfen von schmelzendem Eis, erhält durch die Geschichte und die Installation seine Bedeutung. Geräusche eröffnen uns Räume – und Erzählwelten. Wenn man also fürs Storytelling eine Erzählwelt, eine Storyworld, entwickeln will, spielen auch die Geräusche eine nicht unerhebliche Rolle. Storytelling heißt, die Welt mit neuen oder anderen Augen sehen. Hinhören und aufmerksam werden kann inspirierend sein und den Raum für Geschichten öffnen.

140 Sekunden: Online lebt, Print auch! #storytelling #printtwitter

Vor einigen Jahren wurde ich auf die skurrilen Anzeigen unter Glückwünsche und Persönliches aufmerksam. Seltsam kryptisch und teilweise sehr ausschweifend … Seit über zwei Jahren nun füttere ich mit #printtwitter ein Tumblr-Blog, twittere und instagrame die Fundstücke. Und nun gibt es eine kleine Hommage im feinen Format 140 Sekunden. In 140 Sekunden wird die Geschichte eines Tweets erzählt.

Saure Zungen sind noch kein #ponyhofgate …

Ob ein Blogbeitrag über die re:publica nach nunmehr acht Wochen auch noch schmeckt? Ich bedaure sehr, dass ich nach den glitzernden Tagen in Berlin kaum einen Tag Ruhe hatte, um über das Geschehen vor Ort nachzudenken. Dabei kam wieder einiges ins Rollen, nicht zuletzt – aber Halt, das wird ein anderer Beitrag. Diesmal soll’s um Wortschatz, Sprachwandel und das #ponyhofgate gehen. Genau, meinen Vortrag. Ein blindes Huhn ist kein Ponyhof.

Nein! Doch! Ooooh! Onliner in Verlagen, Kommission possible. #akep14

Setzt Euch aufs Sofa, nehmt Euch ein Tässchen Tee. Hier, ein Keks. Omma erzählt von früher.

1998 trat ich einer Interessensgemeinschaft bei, sozusagen. Ich begann meine Ausbildung zur Sortiments-Buchhändlerin, nachdem ich eine Weile herumstudiert und, während des Studiums, u.a. in einer PR-Agentur und im Museum gejobbt habe. Es brauchte keine Gehirnwäsche und keine blutigen Rituale, um mich zu assimilieren. Ich trat der Buchbranche willig und begeistert bei. Auf den Buchhandel folgten die Jahre in Verlagen, wo ich allerdings bemerkenswert rasch mit einer geheimbündlerischen Unterorganisation sympathisierte und rasch zu einer ihrer Rädelsführerinnen wurde: Onliner in Verlagen.

Wie ich einmal aus Versehen die Welt rettete: Storytelling beim #genobc14

»Storytelling? Ach komm’, das ist sowas von 2010, längst durch.« Nicht selten, diese Reaktion, wenn ich erzähle, dass ich mich mit Storytelling beschäftige. Andere wiederum horchen auf. Mich lässt das Thema auf jeden Fall nicht los. Denn Geschichten sind das, was uns im Web miteinander verbindet. Über den kollektiven Geschichten-, Bilder- und Wortschatz verständigen wir uns miteinander, finden Gemeinsamkeiten (und Unterschiede) und kreieren Neues. Und Storytelling beginnt mit einem Wort.

Deshalb hieß es in meiner Session beim Genobarcamp auch als erste Aufgabe: Schenk’ mir ein Wort! Das Genobarcamp ist das Barcamp der genossenschaftlichen Bankengruppe und fand diesmal bereits zum achten Mal in Bochum bei der GLS Bank statt. Ich durfte als eine der externen Inputgeber anreisen und das mit meinem Lieblingsthema: Ideenfindung und Storytelling.

Heureka! Bibliotheken erobern den digitalen Raum …

“Heureka! Bibliotheken erobern den digitalen Raum”, so lautete der Titel meines Vortrags kürzlich bei der Kreisbibliothekskonferenz in Brühl. In anderthalb Stunden habe ich etwas über Social Media, die Ausdrucksmittel im Social Web und Storytelling erzählt. Wie immer saßen Menschen vor mir, für die das alles noch ganz fremd war, und andere, die Social Media selbstverständlich nutzen.

Einige lose Gedanken zur Rechtschreibung

Studenten können keine Rechtschreibung mehr: Als ich heute morgen den Artikel in der FAZ las, dachte ich an eine Vorlesung gedacht, die DRadio Wissen mal als Mitschnitt gesendet hatte. Darin sprach ein amerikanischer (oder britischer) Professor über die Entwicklung der Sprache, und insbesondere über die der Rechtschreibung, Das war hochinteressant, weil es eine einheitliche Rechtschreibung noch gar nicht lange gibt. Noch vor hundert Jahren konnte man an der Rechtschreibung ablesen, woher jemand stammte oder lebte. Im Zuge der Gründung des deutschen Reichs und dem Erstarken des (Bildungs-)Bürgertums entschloss man sich dann Ende des 19. Jahrhunderts, eine einheitliche Rechtschreibung für alle Deutschen einzuführen. Wenn ich das alles noch richtig erinnere. Leider finde ich den Radiobeitrag nicht, auch eine Anfrage bei den freundlichen Menschen vom Rundfunk blieb erfolglos.

Abgrenzung durch richtiges Schreiben

Der Radiobeitrag machte mich nachdenklich, denn es ging auch um Kritik an der Rechtschreibung, weil sie als Abgrenzung benutzt wird: »Ich beherrsche die Rechtschreibung, also bin ich gebildeter (= was Besseres) als Du.« Schwierig. Und ich fummelte nachdenklich an meiner eigenen Nase herum. Dafür muss ich, wenn es um Rechtschreibung geht, die Hand recht weit hochheben.