Über Notizbücher, Social Media und Eremiten: Interview mit Felix Wegener

Hin und wieder stelle ich hier im Blog bemerkenswerte Menschen und Projekte vor. Diesmal habe ich Felix Wegener peinlich befragt. Felix arbeitet als Onliner in einem Münchener Verlag. Wir kennen uns schon eine ganze Weile, zumindest digital. Zum ersten Mal getroffen haben wir uns, wenn ich das richtig erinnere, beim stARTcamp München im Frühling 2013.

Ich wollte von ihm wissen, was er persönlich an Social Media schätzt, wie er da eigentlich hineingeraten ist, was er Einsteigern empfiehlt, welche Möglichkeiten er für einen Verlag in Social Media sieht und wie die idealen Bedingungen für Social Media im Verlag wären. Außerdem plant er da offenbar einige bemerkenswerte Dinge, um Online und Offline miteinander zu verknüpfen. Da horche ich natürlich auf.

Tweetup, Bookup, Sweetup – what’s up? Eine Übersicht.

»Da draußen versteht uns doch keiner mehr vor lauter ‪#‎Hashtags‬, Wibke?« schrieb Steffen Meier bei Facebook. Er machte dort auf Veranstaltungsformen aufmerksam, die nun auch in die Buchbranche geschwappt sind: Tweetups, genauer: #bookupDE und #ReadUp. Da blickt vermutlich niemand mehr durch, schon gar nicht die Menschen, deren Gesicht sich allein bei TWEETUP zu einem einzigen Fragezeichen verzieht.

Die Stille ist ein Geräusch*: Storytelling mit Klang

Every time I hear sounds, I see pictures. Then, I start getting ideas. It just drives me crazy. (David Lynch)
Ein einfaches Geräusch, nämlich das Tropfen von schmelzendem Eis, erhält durch die Geschichte und die Installation seine Bedeutung. Geräusche eröffnen uns Räume – und Erzählwelten. Wenn man also fürs Storytelling eine Erzählwelt, eine Storyworld, entwickeln will, spielen auch die Geräusche eine nicht unerhebliche Rolle. Storytelling heißt, die Welt mit neuen oder anderen Augen sehen. Hinhören und aufmerksam werden kann inspirierend sein und den Raum für Geschichten öffnen.

140 Sekunden: Online lebt, Print auch! #storytelling #printtwitter

Vor einigen Jahren wurde ich auf die skurrilen Anzeigen unter Glückwünsche und Persönliches aufmerksam. Seltsam kryptisch und teilweise sehr ausschweifend … Seit über zwei Jahren nun füttere ich mit #printtwitter ein Tumblr-Blog, twittere und instagrame die Fundstücke. Und nun gibt es eine kleine Hommage im feinen Format 140 Sekunden. In 140 Sekunden wird die Geschichte eines Tweets erzählt.

Saure Zungen sind noch kein #ponyhofgate …

Ob ein Blogbeitrag über die re:publica nach nunmehr acht Wochen auch noch schmeckt? Ich bedaure sehr, dass ich nach den glitzernden Tagen in Berlin kaum einen Tag Ruhe hatte, um über das Geschehen vor Ort nachzudenken. Dabei kam wieder einiges ins Rollen, nicht zuletzt – aber Halt, das wird ein anderer Beitrag. Diesmal soll’s um Wortschatz, Sprachwandel und das #ponyhofgate gehen. Genau, meinen Vortrag. Ein blindes Huhn ist kein Ponyhof.

Nein! Doch! Ooooh! Onliner in Verlagen, Kommission possible. #akep14

Setzt Euch aufs Sofa, nehmt Euch ein Tässchen Tee. Hier, ein Keks. Omma erzählt von früher.

1998 trat ich einer Interessensgemeinschaft bei, sozusagen. Ich begann meine Ausbildung zur Sortiments-Buchhändlerin, nachdem ich eine Weile herumstudiert und, während des Studiums, u.a. in einer PR-Agentur und im Museum gejobbt habe. Es brauchte keine Gehirnwäsche und keine blutigen Rituale, um mich zu assimilieren. Ich trat der Buchbranche willig und begeistert bei. Auf den Buchhandel folgten die Jahre in Verlagen, wo ich allerdings bemerkenswert rasch mit einer geheimbündlerischen Unterorganisation sympathisierte und rasch zu einer ihrer Rädelsführerinnen wurde: Onliner in Verlagen.

Wie ich einmal aus Versehen die Welt rettete: Storytelling beim #genobc14

»Storytelling? Ach komm’, das ist sowas von 2010, längst durch.« Nicht selten, diese Reaktion, wenn ich erzähle, dass ich mich mit Storytelling beschäftige. Andere wiederum horchen auf. Mich lässt das Thema auf jeden Fall nicht los. Denn Geschichten sind das, was uns im Web miteinander verbindet. Über den kollektiven Geschichten-, Bilder- und Wortschatz verständigen wir uns miteinander, finden Gemeinsamkeiten (und Unterschiede) und kreieren Neues. Und Storytelling beginnt mit einem Wort.

Deshalb hieß es in meiner Session beim Genobarcamp auch als erste Aufgabe: Schenk’ mir ein Wort! Das Genobarcamp ist das Barcamp der genossenschaftlichen Bankengruppe und fand diesmal bereits zum achten Mal in Bochum bei der GLS Bank statt. Ich durfte als eine der externen Inputgeber anreisen und das mit meinem Lieblingsthema: Ideenfindung und Storytelling.