Zwischen Beckmesserei und Würdigung: Über den Umgang mit Kritik

„Lob und Tadel bringen den Weisen nicht aus dem Gleichgewicht.“ Mit diesen Worten von Buddha könnte ich den Beitrag im Grunde bereits beschließen. Wenn es nur gelänge, auch im Alltag und im Eifer des Gefechts weise zu bleiben (oder überhaupt zu Weisheit zu gelangen).

Kritik trifft. Sie erwischt einen selten in den Momenten, in denen man sich darauf einstellt. Kritik trifft, wenn sie überrascht oder einen wunden Punkt berührt. Sie trifft, wenn man den Kritisierenden und seine Motive nicht einordnen kann. Da man sich nun aber ab einem gewissen Alter bei Kritik nicht mehr greinend auf den Boden werfen oder Türen knallend den Saal verlassen kann, braucht es eine Haltung und Strategien für den Umgang mit Kritik.

Ob in Social Media, in Seminaren, Vorträgen oder im direkten Gespräch: Es hilft sehr, wenn man Kritik nicht (zu) persönlich nimmt und sie sich genauer ansieht – samt Kritiker und Kontext.  Nicht jede Kritik, die mürrisch oder ruppig daherkommt, ist eine Anfeindung, eine Beckmesserei. Manchmal kommt sie nur komisch rüber.

Kritik anzunehmen ist mindestens genauso schwer wie Kritik zu üben. Was ich erst spät begriffen habe: Menschen haben sehr unterschiedliche „Zuhör-Gesichter“. Während manche beständig interessiert und heiter blicken, versteinern bei anderen die Gesichtszüge und die Mundwinkel sinken gen Erdmittelpunkt. Ist das bereits Kritik? Gerade Letztere sind oft die, die besonders aufmerksam zuhören. Und mancher verpackt eine Anerkennung oder Würdigung lieber in eine kritische Anmerkung, bevor ihm lobende Worte über die Lippen kommen.

Eine Einschätzung der Gesamtsituation (und der eigenen Verfassung) ist also hilfreich, um Kritik einordnen zu können. Und um entscheiden zu können, wie man mit der Kritik umgeht.

Es war einmal bei einem Seminar … Klick! Und weiterlesen …

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Mit dreizehn Bibliotheken auf großer Fahrt nach Digitalien

Geradezu still und heimlich haben die Öffentlichen Bibliotheken in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung hingelegt. Der digitale Wandel verändert das Angebot wie das Berufsbild in den Bibliotheken und auch das Selbstverständnis der Bibliotheken. Öffentliche Bibliotheken sind oftmals einer der letzen nicht-kommerziell genutzten Orte in einer Stadt. Sie werden neben Arbeitsplatz (oder Schule) und Zuhause zum dritten Ort. Und sie sind inzwischen weit mehr als Ausleihstationen für Bücher: Games, Konsolen, Filme, Musik oder Hörbücher findet man dort ebenso wie freies WLAN und in manchen Bibliotheken Musikinstrumente, Makerspace oder Roboter.

„Der Mensch steht im Mittelpunkt.“

Der Mensch und die Vermittlung von Inhalten stehen im Mittelpunkt, sagte Dr. Hannelore Vogt, Leiterin der Stadtbibliothek Köln, kürzlich beim Festakt zum 125-jährigen Jubiläum der Kultureinrichtung. Beides, der Mensch und die Vermittlung von Inhalten, steht auch im Mittelpunkt eines zweijährigen Qualifizierungsprogramms für Öffentliche Bibliotheken in NRW (Link → PDF), das ich als Coach und Reiseleiter begleiten darf. Im vorbildlichen Programm Lernort Bibliothek geht es seit 2009 um die Gestaltung und Förderung von Bibliotheksangeboten. Die Bibliothek der Zukunft wird in der Gegenwart gestaltet. Diese Bibliothek der Zukunft entsteht nicht aus dem Nichts, sondern das ist eine ziemlich entschlossene und aufreibende Arbeit von Menschen.

Im Unterschied zu vielen Kultureinrichtungen und Unternehmen sind digitale Themen ganz klar Leitungsthemen: Von der technischen Infrastruktur bis zur Klärung von Personalressourcen müssen strategische Entscheidungen getroffen und durchgesetzt werden. Die Bibliotheken haben im Vergleich zu vielen anderen Institutionen und Unternehmen gleich mehrere Vorteile: Sie stehen im Alltag in direktem Kontakt mit ihren Kunden. Sie kennen also ihre Pappenheimer. Sie haben einen Ort, an dem Veranstaltungen problemlos stattfinden können. Und sie sind Hüter einer riesengroßen, oft aber ungehobenen Schatzkiste von Geschichten, Informationen und Ereignissen.

„Die Zukunft ist schon da, sie ist nur ungerecht verteilt!“

Wie immer ist es so, wie SciFi-Autor William Gibson es beschreibt: „Die Zukunft ist schon da, sie ist nur ungerecht verteilt!“ Es gibt Bibliotheken, die sich Digitalien mit Vergnügen und immer neuen Ideen zu eigen machen und mit dem Ort Bibliothek und den Menschen dort verbinden. Für andere war und ist der Weg nach Digitalien aus unterschiedlichsten Gründen steiniger. Klick! Und weiterlesen …

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Mein #Zugvogel ist ein schillerndes Chamäleon

„Wer ist dein digitaler Zugvogel?” fragte mich Klaus Eck bei der Frankfurt Digital Night. Hm. Zugvogel. Die Kraniche und Gänse waren nicht gefragt, deren Züge in den Süden in jedem Herbst mein Herz mit Sehnsucht füllen. Und wenn sie im Frühjahr wieder zurückkehren, hüpft es vor Freude. Nein, es geht um Vorbilder, um Menschen im digitalen Raum, die mich beeinflussen, deren Zug ich folge.

Wer prägt in Ihren Augen Ihre Social Media Welt, wer geht Ihnen voraus? Wem folgen Sie schon seit Ewigkeiten, wer ist ein unverzichtbarer Teil Ihrer Timeline geworden? Wessen Blog-Artikel lesen Sie regelmäßig, wessen Bücher zum Thema stehen bei Ihnen im Regal?

Für meine Antwort brauchte ich einen Augeblick, aber dann fiel mir doch ein Mensch ein, dessen Persönlichkeit und künstlerisches Schaffen mir Klick! Und weiterlesen …

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Irgendwann hat es „Plopp“ gemacht: Interview zum Kunstpilgern

Vor einigen Wochen machte ich mich auf zum Kunstpilgern: Das Paradies auf Erden. Drüben bei den Herbergsmüttern zog ich ein Resümee mit einer Ableitung für Kulturorte. Und in meinem Denkarium erscheinen nach und nach Beiträge aus Sicht der Reisenden. Als nächstes wird dazu in dieser Woche ein Artikel über das Kloster Kamp erscheinen – quasi das Überraschungsei unter den Kunstpilgerstätten.

Als Social Web Ranger stellten sich mir viele Fragen: Wer hatte die Idee, wie kam es von der Idee zur Umsetzung, wie erfolgte die Auswahl der Orte und Reisenden, wer war Zielpublikum der Aktion und welche Ziele wurden mit Kunstpilgern verfolgt? Glücklicherweise konnte ich Alissa Krusch von der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und Paul Laarmann vom Tourismus NRW e.V. ausquetschen, die für das Projekt Kunstpilgern von der Idee über die Umsetzung bis zur Auswertung zusammen mit Jens Nieweg veantwortlich sind.

Finale des Kunstpilgerns im K20. Im Hintergrund: Paul und Alissa.

Manchen kommen die Ideen beim Duschen, anderen in der Kneipe. Wie und wo ist die Idee zum Kunstpilgern entstanden? Klick! Und weiterlesen …

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Ist das Selfie das Arschgeweih des Internets?

„Spätestens 2015 wird das Selfie das Arschgeweih des Internets sein!“ Zu dieser kühnen Behauptung ließ ich mich im vergangenen Jahr hinreissen – und siehe da: Ich hatte Unrecht. Und Recht. Am hellichten Tag sind alle Thesen grau und verlangen nach näherer Betrachtung. So wird das Selfie nach wie vor in manchen Kreisen als narzisstische Selbstdarstellung verachtet, in anderen Kreisen als künstlerische Ausdrucksform geadelt.

Letzteres ist recht schön in den Beiträgen zur Blogparade #selfierade nachzulesen, die von der Kunsthalle Karlsruhe zur Ausstellung #ichbinhier initiiert wurde. Und für die auch dieser Beitrag entstand. Übrigens findet zugleich die Ausstellung „Ego Update“ im NRW-Forum in Düsseldorf statt, die sich der Selbstdarstellung aus philosophischer und gesellschaftlicher Sicht annimmt.

Ein guter Anlass also, laut über Selfies nachzudenken. Seitdem es dank Frontkamera einfacher geworden ist, Selfies zu machen, gelten sie als unfein. Das tut der Begeisterung keinen Abbruch, wenn man sich in Social Media umsieht. Es ist wie immer: Etwas wird möglich, und Menschen tun oder nutzen es.

Ein Exkurs: Ich ist eine andere*

*Eine kleine Anleihe bei Rimbaud.

Betrachte ich meine eigene Geschichte als fotografierter Mensch, gibt es eigentlich nur zwei Varianten: das freiwillige und das unfreiwillige Foto. Selbst das freiwillige Foto entstand selten ohne Zwang, denn es entstand anlaßbezogen: Einschulung, Kommunion, Familienereignisse, Weihnachten. Was man als Kind noch anstandslos hinnahm oder gar freudig mitmachte, verlor sich zumindest für mich mit Beginn der Pubertät. Auf eine unbeschwert dokumentierte Kindheit folgten Jahre der Unsichtbarkeit. Bis auf einige Fotos zu familiären Anlässen konnte ich mich offenbar dem Fotoapparat erfolgreich entziehen.

Für dieses Leben unter der Tarnkappe gab es einen guten Grund: Ich habe mich selbst auf diesen Fotos nicht erkennen können. Die Pubertät ist eine Zeit der radikalen Veränderung des Äußeren, mit der das Innere nicht immer Schritt zu halten vermag. Das führt zu einem eigentümlichen Ungleichgewicht in der Selbstwahrnehmung, die das von fremder Hand abgelichtete Selbst zur Qual machte.

Lange Jahre blieb die Kamera in der Hand anderer also der Feind. Das verstärkte sich noch durch die spätere Unabwendbarkeit von Bewerbungsfotos. Auch hier fühlte ich mich einer unbeeinflussbaren Fremdwahrnehmung und einem Zwang zu einem bestimmten Ausdruck ausgesetzt. Sobald sich die schwarze Linse auf mich richtete, erstarrte ich wie das Kaninchen vor der Schlange. Es gibt nur wenige Fotos dieser Jahre, auf denen ich mich selbst erkenne.

Mit der Zeit trat zwar in dieser Hinsicht mehr Gelassenheit ein, aber erst mit dem Smartphone gab es eine verblüffende Veränderung: Zum einen hatte ich plötzlich immer eine Kamera dabei, mit der ich unaufwändig den Augenblick dokumentieren und unmittelbar veröffentlichen konnte. Zum anderen gewann ich mit der Smartphone-Kamera die Macht über das Bild von mir selbst zurück. Nicht andere manifestierten mein Bild im öffentlichen Raum, sondern ich selbst konnte mich in aller Ruhe und mit aller Freude am Spiel inszenieren.

Das leitete einen Prozess der Auseinandersetzung mit mir selbst ein, der übrigens parallel zu meinem Weg in die Selbstständigkeit verlief und sich gegenseitig sehr befruchtete. Auch die Positionierung als selbstständige Unternehmerin ist eine Art von Inszenierung der eigenen Persönlichkeit. Fast alle Fotos, mit denen ich im öffentlichen Raum hantiere, sind Selfies und damit unmittelbar ich. Dass ich Inszenierung nicht als Verlust von Authentizität verstehe, kann man übrigens auch in dem Interview mit Christa Goede nachlesen.

Ein Lesetipp zum Thema: Die Rückeroberung des Ich von Roman Bucheli in der NZZ

Selfies sind die Ermächtigung des Menschen, das eigene Bild im öffentlichen Raum mitzubestimmen und aktiv zu gestalten. Klick! Und weiterlesen …

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Wundertüte Buchmesse

Seit 1998 treibe ich jährlich mein Unwesen auf der Buchmesse. Damals trat ich der Buchbranche offiziell mit dem Beginn meiner Ausbildung zur Buchhändlerin bei. Seitdem ist keine Buchmesse gleich: als Azubi, Verlagsmensch oder freischwebendes Elementarteilchen erlebt man ganz unterschiedliche Messen. Die Hallen mit den Publikumsverlagen unterscheiden sich krass von den Hallen mit den Dienstleistern, Fachverlagen und Bibliotheken. Diese wiederum scheinen kaum auf derselben Buchmesse zu sein wie die internationalen Hallen oder gar die des Ehrengasts.

Doch, halt! In diesem Jahr gab es mehr Durchmischung, da die Buchmesse nicht nur um eine Halle gekürzt war, sondern die Hallen neu nach Themenschwerpunkten sortiert waren. So konnte man die alten Buchmessegewohnheitshasentiere unsicheren Blickes durch die Hallen hoppeln sehen, abwechselnd auf die App und auf die Hallennummerierung blickend. Nun, es war teilweise … überraschend.

Statt selbstgekritzelter Visitenkarten gab's diesmal ein selbstgekritzeltes Namensschild. Da baumelte wenigstens nicht unleserlich in Schritthöhe.

Irrungen und Wirrungen

Aber verlaufen habe ich mich nicht, zumindest glaube ich das. Nach fünf Tagen Buchmessegetöse sind die Erinnerungen doch etwas durcheinander. Sowieso kam es mir beim Eintreffen in den Heligen Hallen so vor, als seien wir seit dem letzten Mal gar nicht mehr nach Hause gefahren und alles zwischen der letzten und dieser Buchmesse war schlicht eingebildet. Schönen guten Tag, welche Pille haben Sie denn genommen? Klick! Und weiterlesen …

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Das Paradies auf Erden: #Kunstpilgern

Zunächst stolperte ich über den Namen: Kunstpilgern. Das klang dermaßen wie für mich gemacht, dass ich mich auch von der etwas schwerfälligen, dafür aber schicken Scrollytelling-Website nicht abhalten ließ. Kunstpilgern, das sind vier touristische Routen nach Themen durch Nordrhein-Westfalen: Diesseits, Feste Burg, Licht und Paradies. Mehr dazu: Multimedia-Website zum #Kunstpilgern (Achtung: Braucht teilweise recht lange zum Laden wegen Pageflow)

Ein Projekt von Tourismus NRW, Kulturkenner und Kunstsammlung NRW

Das Projekt ersonnen und umgesetzt haben Jan-Paul Laarmann und Jens Nieweg von Tourismus NRW/Kulturkenner.de und Alissa Krusch von der Kunstsammlung NRW. Den Impuls gab die (übrigens famose) Ausstellung The Problem Of God. Christliche Kunst, sakrale Architektur, Volksglauben und Religion an sich als prägendes Element der Gesellschaft und steter Quell der künstlerischen Auseinandersetzung finden sich auf diesen Routen wieder. Daher eben auch #Kunstpilgern.

Zum Start dieser Routen schickte das muntere Team Testreisende auf Tour. Kurzerhand bewarb ich mich – und zu meiner großen Freude war ich mit sieben anderen Bloggern an Bord. Meine Route führte ins Paradies. Das bedeutete, dass der Veranstalter die Organisation und Reisekosten übernahm und vor Ort erwarteten uns exklusive Führungen. Im Gegenzug erklärten wir uns bereit, unsere Eindrücke via Social Web mitzuteilen und über unsere Erfahrungen zu bloggen. Eine faire Angelegenheit, getragen von einer zugewandten Ansprache auf Augenhöhe und viel Herzblut.

Wegen eines Seminars im Taunus konnte ich erst am zweiten Tag einsteigen. Eigentlich war ich noch ziemlich platt vom Seminartag. Aber dass mein Mietwagen dann ausgerechnet ein Adam war (Paradies, ey!) und mich ein feines Proviantpaket gerade noch rechtzeitig erreicht hatte, brachte mich gleich in Stimmung.

"Proviant" - und der Herr Büroleiter #Findelkraken hüpfte gleich in die Tasche.

Eine Einladung zum #Kunstpilgern

Nun ist das hier kein Reiseblog. Insofern werde ich die unterschiedlichen Aspekte des Kunstpilgerns etwas entzerren und damit die Aktion in den nächsten Wochen von verschiedenen Seiten beleuchten.

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Mit Drachen und Lachen gegen Lampenfieber

Ich atme ein. Hole tief Luft. Ich spüre, wie mein Oberkörper sich weitet. Die Bauchdecke spannt sich an. So, und jetzt ausatmen. Aber nichts passiert. Ich hole noch etwas Luft – und sie bleibt stecken. Ich hebe an zu sprechen und quetsche ein paar Sätze heraus. Meine Stimme klingt hoch und dünn. Ich hole noch etwas Luft und das macht es nicht besser. Ich bin ein prall gefüllter Medizinball, lasse mich zu Boden fallen und springe zur Tür hinaus, die Straße hinunter und weit, weit weg. Lampenfieber.

Gut, der Teil mit dem Fallen lassen und Hinausspringen ist erfunden. Aber der Rest der Geschichte ist wahr. War wahr. Manchmal schien dieses Lampenfieber auch ein fieses, haariges Monster zu sein, dass mir mit Leibeskräften den Hals zudrückte und wie ein Stein auf meiner Brust saß. Diese Aufregung, die meine Vorstellung von einem gelassenen und überzeugenden Auftritt zunichte machte, ärgerte mich immens. An dieser Stelle gab es zwei Möglichkeiten: Mich selbst fertigzumachen, der Unfähigkeit zu bezichtigen und fortan auf Situationen zu verzichten, in denen ich vor einer Gruppe oder in der Öffentlichkeit reden muss. Oder mir zu sagen, dass Lampenfieber normal ist und ich einen Weg finden werde, damit umzugehen. Da ich nach wie vor öffentlich Vorträge halte und Veranstaltungen moderiere, ahnt Ihr vermutlich, welche Möglichkeit ich gewählt habe.

Das Lampenfiebermonster greift an.

Das Lampenfiebermonster greift an.

»Lampenfieber ist normal, wenn Dir etwas wichtig ist.«

Klingt banal. Aber wenn man darüber mal nachdenkt, ist es von einer bestechenden Logik. Aufgeregt zu sein, gehört dazu, wenn man seinem Tun einen gewissen Stellenwert einräumt. Und da liegt dann auch die Erkenntnis nahe, dass es anderen Menschen ganz genauso geht. Lampenfieber ist kein exklusives Gefühl. Allein das zu akzeptieren ist schon beruhigend. (Und banal.) Bei meiner Suche nach Abhilfe bin ich  Klick! Und weiterlesen …

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Danke für den Gruß: Die geheimnisvolle Welt von #printtwitter

Serendipity. Etwas finden, wonach man gar nicht gesucht hatte. Und das einen überrascht oder erfreut. Das ist für mich #printtwitter: Anzeigen in der Rubrik Glückwünsche & Persönliches meiner Tageszeitung.

Kleinanzeigen habe ich immer schon beinahe lieber gelesen als die Artikel. Ich lese immer noch täglich die Tageszeitung und erhoffe mir von dieser Lektüre einen Überblick über die Weltlage, aber vor allem Informationen und Geschichten aus der Stadt und der Region, in der ich lebe. (Von letzterem wünschte ich mir ja mehr, während ich mich über die Weltlage ohnehin gern über Medien hinweg informiere.)

Die Welt in einer Nußschale: #printtwitter

Aber: Kleinanzeigen. Wunderbar. Die große Welt in wunderlichen Mikrokosmen. Menschliches und Allzumenschliches. Tiere. Sensationen. Belanglosigkeiten. Kleine und große Nöte. Verlust. Freude. Hinter jeder Kleinanzeige verbirgt sich die Geschichte eines Menschen. Das fasziniert nicht nur mich: der eine sammelt Todesanzeigen (www.todesanzeigensammlung.de), eine andere besucht die Menschen hinter den Annoncen oder ein Roger Willemsen stürzt sich begeistert auf Kontaktanzeigen.

Seit 2012 sammele ich meine Fundstücke im Blog. Zuvor habe ich mich allein darüber amüsiert oder sie dem Mann beim Frühstück vorgelesen. Dann wollte ich eigentlich nur mal IFTTT in Kombination mit Instagram und Tumblr ausprobieren, ich brauchte einen Namen dafür − und schupp, war #printtwitter geboren. Die Ausbrüche, Seltsamkeiten, Nölereien, Nonmentions und Gespräche, die oft knapp aneinander vorbeischrammen, erinnern mich in der Tat an Twitter, das ich nicht zuletzt wegen dieser Eigenheiten immer noch sehr schätze.

#printtwitter im Fernsehen und auf der Bühne Klick! Und weiterlesen …

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Zehn Youtube-Kanäle für Inspiration und gute Laune

Youtube − Unendliche Weiten. Gemeinhin wird Youtube gepriesen als das, was wir künftig alle linearem Fernsehen vorziehen oder vorziehen werden. Oder, wenn nicht wir, dann die digital Geborenen (übersetzt klingt das ja noch dämlicher als im Englischen). Hin und wieder werden dann berühmte oder wenigstens erfolgreiche Youtuber auf dem Silbertablett durch den digitalen Raum getragen. Irgendwo brechen Teenies kreischend zusammen, weil sich eine Schminktutorial-Youtuberin einen Nagellack im Drogeriemarkt kauft. Das große Geld wird bei Youtube verdient, sagt man.

Nun. Dieser Tage geht dann die Kunde durch den digitalen Raum, dass es eine große Frage-und-Antwort-Show mit LeFloid und unserer Kanzlerin (die kennt Ihr hoffentlich auch ohne Link) geben wird. Unter dem Hashtag #NetzfragtMerkel kann man Fragen stellen, die dann wiederum LeFloid Merkel bei Youtube stellen wird. Ich sah mir mal wieder ein paar Videos von LeFloid an und fragte mich, warum Youtuber eigentlich immer soviel zappeln und so affektiert sprechen müssen. Ich finde das im Grunde ja gar nicht schlecht, was er macht. Aber … es macht mich auch ein klein wenig wahnsinnig.

Wenn ich mir Youtube ansehe, dann schaue ich mir Mitschnitte von Vorträgen an und es gibt auch ein paar journalistische Formate, die ich schätze.  Viel öfter gucke ich aber Musikvidos und am liebsten inspirierende, schräge Formate im Muppet-Style. Aber was ich da so im Abo habe, das kann doch nicht alles sein? Zeit für eine Liste − und für Followerpower! Ich habe also einen Kiesel in den Teich von Facebook geworfen …

Bitteschön: Eine Liste, eine Liste! Zehn Kanäle, die ich mag und die mich inspirieren. Schöner Quatsch, liebevoll inszenierter Unsinn und auch was zum Herumdenken:

1. The School of Life Klick! Und weiterlesen …

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