Der Quickie mit Google+

Vorhin fiel es mir schlagartig auf. Ich nutze Google+ so, wie viele Unternehmen generell Social Media (be)nutzen: Flott hinspringen, einen Inhalt zweitverwerten, kurz über die aktuellen Beiträge und abonnierten Themen flitzen und wieder hinfort zu wichtigeren Dingen.

Zwei-, dreimal täglich prüfe ich, ob ich auf irgendetwas antworten sollte. Dann vergesse ich Google+ wieder.

Zeitaufwand pro Tag: 10-15 Minuten. Wenn ich Google+ an manchen Tagen nicht völlig vergesse.

Nutzen: Im Prinzip gleich Null. Gespräche oder Diskussionen entstehen meist nur mit den Menschen, mit denen ich etwa bei Twitter oder Facebook ohnehin bereits lebhaft vernetzt bin. Da trifft man sich eher zufällig bei Google+, wie etwa im Supermarkt an der Kasse, und tauscht sich kurz aus. Manchmal, ganz selten, verschleppt mich Herr Zufall oder der Hinweis aus meinem Netzwerk in eine intensive Diskussion, die andernorts so vielleicht nicht möglich werde.

Google+ ist nicht schlecht, auch nicht tot oder doof. Ich beobachte, wie es sich entwickelt und bin gespannt, was Google noch alles vorhat. Die Hangouts sind eine Bereicherung. Und, schon klar, Google+ ist wichtig für die Google Suche. Ich las, was der geschätzte Uwe Knaus über die Nutzung für Unternehmen schrieb und nickte beifällig. (Update 14:00 Uhr: Ja, und ich könnte mir natürlich mal ein eigenes Inhaltskonzept für Google+ ausdenken … Woran es mangelt? Zeit? Die zündende Idee?)

Allein, meine persönliche Nutzung hat sich nicht geändert. Und ich zögere nach wie vor, meinen Kunden zu raten, auf Google+ zu setzen. Vielen fällt es ohnehin schwer, sich die Zeit für den Aufbau eines munteren und hochwertigen Netzwerks zu nehmen. Das gelingt ihnen momentan bei Twitter und Facebook, wenn überhaupt, besser.

Tja, Google+. Lerne ich durch Dich besser zu verstehen, warum der Einstieg ins Social Web für manche Unternehmen so schwierig ist?


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stARTcamp Köln 2012: Qualifikationen und Berufsbilder für digitale Kommunikation in Kunst und Kultur

Nach zwei erfolgreichen Veranstaltungen, dem stARTcamp 2011 und einem stARTtogether zum Thema Crowdfunding im April, gehe ich zusammen mit meinen beiden Kolleginnen Anke von Heyl und Ute Vogel  in die Planung für das zweite Kölner stARTcamp am 14. September 2012.

2011 lautete unser Motto “Social Web ist schön, macht aber viel Arbeit.” Daran wird sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern. Den Fokus legen wir diesmal auf die Qualifikationen und Berufsbilder für digitale Kommunikation in Kunst und Kultur.

  • Welche Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten gibt es?
  • Was ist von Zertifizierungen für Social Media und Community Manager zu halten?
  • Was benötigen Mitarbeiter für effektive Kommunikation im Social Web?
  • Wie finden Institutionen und Unternehmen geeignete Mitarbeiter?

Fragen, die immer wieder auch in meinen Gesprächen mit Verlagen und anderen Unternehmen eine Rolle spielen. Für Arbeitgeber ist es teilweise problematisch, eine passende Stellenbeschreibung zu verfassen. Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten ein Mitarbeiter für digitale Kommunikation mitbringen sollte ist mitunter genauso unklar wie die Aufgaben, die er übernehmen oder in welcher Abteilung er idealerweise arbeiten sollte. Interessierte Mitarbeiter und Bewerber haben oftmals Schwierigkeiten, ihre Bewerbungen zu adressieren oder sich für Social Media fortzubilden.

Hier möchten wir mit dem stARTcamp ansetzen und außerdem eine virtuelle Stellenbörse anbieten, in der Bewerber und Arbeitgeber mit einem Video aufeinander aufmerksam machen können.

Weitere Informationen zum stARTcamp Köln hier.

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Was macht eine Facebook-Seite wertvoll?

Diese Frage hatte ich im Hinterkopf, als ich die Selbsthilfe-Gruppe für Seiten-Admins als Session für das Buchcamp zusammenklöppelte. Fabelhaft war, dass mir bei dieser Session Stefanie Leo zur Seite stand, die neben ihren vielen anderen Unternehmungen auch Facebook-Seminare für Buchhändler gibt. Danke, liebe Steffi! Das war klasse.

Viele Verlage, Buchhändler und Autoren haben inzwischen Seiten für ihre Marken, Läden, Bücher, Charaktere oder Themen. Je nach Bekanntheitsgrad und persönlichem Engagement der Seitenadmins laufen die Facebook-Seiten unterschiedlich erfolgreich. Doch was heißt schon „erfolgreich“? Was genau macht eine Facebook-Seite wertvoll?

In der Session haben wir uns darüber ausgetauscht, was gut läuft, was weniger, auch die Frage, ob man denn nun überhaupt eine Facebook-Seite brauche, wurde in den Raum geworfen. Dieser Punkt wurde munter diskutiert. Im Grunde waren sich alle einig, dass eine Auffindbarkeit bei Facebook zum jetzigen Zeitpunkt durchaus so wichtig sein kann wie die Auffindbarkeit bei Google. Die Wahrscheinlichkeit, auf die eigenen Kunden, Leser und Buchkäufer bei Facebook zu treffen, steigt mit wachsenden Nutzerzahlen.

Aber es ist immer noch etwas unklar, was sich mit einer Facebook-Seite erreichen lässt – und wie. Zahlen liefert Facebook in den Statistiken zur Genüge. Quantitative Messwerte sind eigentlich wunderbar: schön eindeutig, vergleichbar und leicht an Vorgesetzte und Kollegen kommunizierbar. Moment! Ist das so?

Natürlich nicht. Aber Qualität zu erfassen ist gar nicht so einfach. Vielleicht liegt es daran, dass oftmals noch nicht wirklich klar, ist, was man mit dieser Facebook-Seite nun erreichen möchte – und kann. Warum sollte ein Kunde Fan einer Seite werden, wenn er dort die gleichen Informationen findet wie auf der Website, im Newsletter oder in den Pressemitteilungen? Es kann sehr sinnvoll sein, Neuerscheinungen in einem eigenen Tab auf einer Facebook-Seite anzuzeigen (idealerweise automatisiert aus dem Content Management System heraus). Aber wenn die eigenen Postings nur nahezu unveränderte Wiederverwertung von Inhalten aus anderen Kommunikationskanälen sind … nun ja, viele Fans sehen diese Seiten oftmals nur einmal, nämlich beim Klicken des „Gefällt mir“.

Findet keine Interaktion statt, also Liken, Kommentieren oder Teilen von Inhalten, ordnet Facebook die Seite für den Nutzer als wenig oder gar nicht relevant ein und zeigt sie deshalb auch nicht im Newsfeed an.

Was also bringt Fans dazu, munter zu linken, Kommentare zu verfassen, sich auf Gespräche in den Kommentaren einzulassen und liebevoll oder mühsam erstellte Inhalte zu teilen? Wie bringt man sie dazu, eigene Inhalte auf der Seiten-Chronik zu posten – und zwar die von der erwünschten Sorte, keinen Spam?

Der Erfahrungsaustausch ergab, dass sich die Fans meist von den „menschelnden“ Postings am meisten angesprochen fühlten, und sei es, dass sich ein Buchhändler in den Finger geschnitten hatte und dieser Umstand mitleidsvolle Trostbekundungen hervorrief. Was aus dem Zusammenhang gerissen merkwürdig anmutet, bedeutet aber schlicht, dass Menschen mit Menschen sprechen wollen. Studien wie etwa die des Zukunftsinstituts bestätigen, dass wir nicht nur einen Medien-, sondern auch einen Kommunikationswandel haben.

Natürlich möchten Fans informiert werden, aber auf eine persönliche Art und Weise, nicht im Ton einer Pressemitteilung. Man darf nicht außer acht lassen, dass Facebook von den meisten Menschen privat genutzt wird. Also ist ein Unternehmen zunächst eher ein Fremdkörper, auf den nicht alle gespannt gewartet haben.

Wertschätzung und Vertrauen sind wesentliche Werte für eine erfolgreiche, weil geschätzte Seite bei Facebook. In der Session haben wir das kurzerhand „Flausch“ genannt. Es geht darum, Wertschätzung zu zeigen, aufmerksam und interessiert zu sein, auch über die eigene Facebook-Seite hinaus. Es ist wichtig, die eigene Marke aufzubauen und bekannter zu machen. Ohne ein hochwertiges Netzwerk und Kontakte zu Influencern wird es schwieriger, eine relevante Reichweite zu erlangen. Vertrauen ist unschätzbar, auf beiden Seiten. All das benötigt Zeit und jemanden, der sich kümmert. Ob das nun eine Person oder, besser noch, ein Team ist. Jemanden, der sich Qualitätsfaktoren überlegt, die eine Facebook-Seite wertvoll machen – für das Unternehmen UND seine Fans.

Wie die jüngst veröffentlichte Studie der BITKOM zeigt, mangelt es aber in vielen Unternehmen vor allem an personellen Ressourcen und an der Organisation von Social Media. Was vermutlich die meisten Teilnehmer an der Session durchaus bestätigen könnten.

Am Ende der Session schienen alle recht froh, mal miteinander sprechen zu können – und festzustellen, dass das Beleben und gezielte Nutzen von Facebook-Seiten für alle recht schwierig ist. Klar wurde, dass die Facebook-Seite den Fans neben allen anderen Kommunikationskanälen einen eigenen Mehrwert, ein Erlebnis von Nähe und exklusiver Information, bieten sollte. Durch die zeitliche Beschränkung von 60 Minuten konnte aber vieles nur angerissen werden. Das ruft nach mehr!

P.S. Nicht zum Einsatz kamen die Folien zu Gewinnspielen bei Facebook.

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Heidewitzka, das Buchcamp 2012!

Jaja, gut war das Buchcamp! Wie schon in den beiden Vorjahren klasse organisiert. Ein Tusch fürs Team des Forum Zukunft und mediacampus frankfurt. Alles war da für die Sessions, ob Mal- und Schreibdinge für Flipcharts und Pinnwände oder Digitalkram. Der Zeitplan fluppte. Hungrig blieb niemand zurück. Frau Holle beliebte uns zu duschen, aber der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch.

(c) Wibke Ladwig via Instagram

Von der re:publica gleich zum Buchcamp: Nur Wahnsinnige können so irre sein
Als ich am vergangenen Freitag auf dem mediacampus aufschlug, geschah dies allerdings nicht in der besten Verfassung. Nach aufregenden, quasselreichen Tagen in Berlin schien ich meine komplette soziale Energie bei der fabelhaften re:publica aufgebraucht zu haben (dazu schreibe ich mal noch was). Meine Begeisterung, am Abend im Seckbacher „Rad“, der Mensa-Verlängerung des mediacampus, auf gleich fünfzig Prototypler zu stoßen, hielt sich dementsprechend in Grenzen – was hoffentlich niemand persönlich nahm. Mein einziges Begehren an jenem Abend erfüllte ein leckeres Frankfurter Schnitzel und bald verzog ich mich ins Buchcamp-Internat.

Der Samstag begann für mich ebenfalls verhalten. Fluchtgedanken. Zweifelndes Kratzen am Kopf. Wie viel Social „in echt“ geht noch? Aber das Wiedersehen und großes Hallo mit liebgewonnenen Menschen, von denen ich einige erstmals „live & in Farbe“ traf, weckte die Lebensgeister. Let it flow! Fein, dass in diesem Jahr auch mehr Buchhändler und Nachwuchs anreisten und mit ihren Sessions das Buchcamp bereicherten. Von 24 Sessions hatte ich mir ein Goldstück nach dem nächsten herausgepickt:

Den öffentlichen Raum mit Geschichten erobern: Flash Fiction
Mela Eckenfels aka @Felicea machte mich dann mit „Flash Fiction“ richtig wach. So eine Art Literatur-Caching: Man schreibt an einem Ort eine Geschichte (max. eine DIN A4-Seite) und hinterlässt sie dort, auf dass sie jemand finde, lese und sich inspiriert fühle. In Melas Session diskutierten wir diese Idee und wie eine Community-Plattform aussehen könnte: Website? Blog? Fotos der Zettel auf einem offenen Pinterest-Board sammeln und von da aus auf den Fundort bei Google Maps verlinken? Mir gefällt die Idee außerordentlich gut. Wie Guerilla Knitting, Urban Gardening und Street Art ist Flash Fiction eine Rückeroberung öffentlichen Raums. Da mache ich mit!

Update 7.5.2012 um 19:00 Uhr: Dennis Schmolk schrieb ebenfalls etwas zur Session über Flash Fiction.

Piraten sind bööööööööööööse.“
Peter Schmid-Meil aka @derlektor räumte mit „ Ebooks – Märchen, Mythen, Mehrwertsteuer“ auf, unterhaltsam, ehrlich und informativ. Insbesondere am Ende („Piraten sind bööööööööse“) ging es hoch her. Ganz klar, solange Piraten-Seiten das bessere Angebot haben, besseres SEO und bessere Usability haben, laden sich die Leute ihr Zeugs da herunter. Natürlich vor allem dann, wenn es das Gewünschte auf legalem Wege erst gar nicht gibt. Nebenbei: Wenn Bücher nicht auf Piratenseiten zu finden sind, will sie dann auch niemand haben?

Stellt das Popcorn bereit: Vorhang auf für Andy und Hagen!
Am Sonntagmorgen hießen meine Wachmacher Andy und Hagen, die ihre Sessions über Self-Publishing kurzerhand zusammengelegt hatten. Großes Kino, die beiden. Gerade Hagen bestätigt meine Annahme , das es Autoren gibt, die keinen Verlag an sich brauchen, um ihre Kundschaft zu finden. Die finden ihre Kunden auch so – und andersherum. Aber: Autoren haben Bedarf an bestimmten Dienstleistungen, wie etwa Lektorat oder Satz. Wenn Verlage diese Dienstleistungen nicht selbst anbieten, findet sich eben jemand über Twitter, der das Cover gestaltet oder Korrektur liest. Da sind kurze, unkomplizierte und unbürokratische Wege gefragt.
Bin immer noch fasziniert von den Blitzlichtern der Entwicklerkonferenzen im Iran („Fotografieren ist nicht erlaubt. Aber mit dem Telefon Fotos machen geht. Telefone sind ja keine Fotoapparate.“) und in Qatar („Das Land mit der höchsten Smartphone-Dichte. Aber die laden keine Apps runter. Die telefonieren nur.“). Hagen, bitte, ich will ein Blog von Dir!

Die Kunst des Aufräumens: E-Commerce Architektur für Verlage
Viel spannende als mancher vielleicht zunächst gedacht hat: Wie organisiert man den Informationsfluss zwischen unterschiedlichen Systeme und Datenbanken in Verlage so, dass Daten nicht mehrfach manuell gepflegt und Zeit gespart wird? Armin dröselte mit uns auf, wo und wann welche Daten fließen zwischen Verlag, Webshop und Kunden. Für mich besonders interessant, weil ich aus eigener Erfahrung im Verlag weiß, wie viel Zeit in den Verlagen für die Pflege, Sortierung und das Zusammenbringen von Daten gebraucht wird. Zeit, die dann zum Beispiel für Kommunikation und Monitoring im Social Web ebenso fehlen wie für den Aufbau und die Pflege eines Netzwerks dort. Problematisch ist nur, dass für eine Umstellung und verbesserte Abstimmung der Systeme aufeinander vielerorts die Zeit und das Geld fehlen. Tja … schwierig.

Für große Erheiterung sorgten am Samstag übrigens die barbusigen Damen mit ihren Spamtweets.


Ein Jammer, dass ich nicht mehr Sessions sehen konnte. Gerade auch die des unternehmungslustigen Buchhändlers Jan Hoffmann. Leider waren aber Entscheidungen nötig und viel mehr hätte vermutlich auch gar nicht mehr in mein Hirn gepasst. Meinen beiden eigenen Sessions, der Facebook-Selbsthilfegruppe für Seiten-Admins und „Lesen ist sexy“, widme ich in den nächsten Tagen eigene Beiträge. Hier gibt es schon mal die Folien zur Facebook-Session, wobei die zu den Gewinnspielen live nicht zum Einsatz kamen.

Zum Schluß überraschte uns das Orga-Team noch, indem es ein weiteres Buchcamp komplett in Frage stellte. Ob Absicht oder nicht, es formiert sich in der Buchcamp-Facebook-Gruppe schon der Internetmob (ja, wir spielten auch Bullshit Bingo), schmiedet wie verrückt Pläne und das Buchcamp 2013 wird vermutlich erst recht der Hammer. Und wir werden vielleicht auch mal mehr von diesen sogenannten Entscheidern sehen (die verstecken sich nämlich immer noch erfolgreich) und auch weitere Autoren, Übersetzer und Illustratoren wären fein. Dafür muss das Buchcamp aber größer werden, damit mehr Leute teilnehmen können.

Lobend erwähnen möchte ich meine Bezugsgruppe, mit der ich in Berlin und Frankfurt auf Reisen war. Ihr sprecht noch mit mir nach all der miteinander verbrachten Zeit. Ihr seid echt belastbar. Irgendwie macht mich das froh. Ich finde Euch nämlich immer noch ganz schön klasse ;-). Ihr wisst schon: #hach. (Auch wenn das wieder alleine vor mich Hindümpeln wieder ganz schön ist …)

Ach ja, und am Samstagabend gab es ja noch Party. Mit liebevoll gesammelter Musikuntermalung von @doromartin, @nette_jule, @steffenmeier und mir. Es wurde gekickert. Billard gespielt. Gequatscht. Getanzt. Mediacampus erfolgreich leertrinken: Check.

tl;dr*
Buchcamp fabelhaft trotz re:publica-Müdigkeit. Großer Flauschfaktor. Anpackende Aufbruchstimmung. Es wird ein Buchcamp 2013 geben. Mit mehr Bier.

Das Buchcamp bei Storify nachlesen.

*tl;dr = too long, didn’t read. Dreist abgeguckt bei Sascha Lobo seiner SPON-Kolumne.

Das schönste Foto überhaupt knipste Steffen Meier von Steffi Leo und mir ;-).

(c) Steffen Meier 2012

Ach ja, Videointerviews gab’s auch. Hier spricht das Phantom. Hielt wohl auch so eine ähnliche Session wie ich.

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Apropos Umzug: Die Tücken der Erreichbarkeit

Ich packe Kisten. Diese Kisten ziehen am Samstag, den 28.04.2012 zusammen mit mir in ein schönes, neues Büro im Kölner Agnesviertel.

Ein erfreulicher Umzug, der hoffentlich reibungslos vonstatten gehen wird. Projekte, Bücher, Akten, der IT-Fuhrpark, Sofa, Schränke, Pflanzen, Ideen, Gedanken, To-do-Listen, Erledigtes, Unerledigtes. Alles kommt mit.

Soviel zum rein Praktischen. Kommen wir zum Unpraktischen: Telefon. Internet.

In meinem Büro muss beides erst von NetCologne installiert werden. Das bedeutet: Ich bin einstweilen telefonisch am besten mobil erreichbar. Noch sehr viel besser per Mail. Ich rufe dann gern zurück.

(Ich bin in der ersten Mai-Woche auf der re:publica und beim Buchcamp unterwegs, weshalb das mit dem Telefonieren mitunter schwer sein kann.)

Mail: werkstatt@sinnundverstand.net
Mobil: +49  (0)151 157 44 629

Sinn und Verstand Kommunikationswerkstatt
Wibke Ladwig
Kasparstraße 7
50670 Köln

Und natürlich bei Twitter oder Facebook.

Was Telefon- und Internetanschluss betrifft: Abwarten und auf die NetCologne hoffen.


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Aus der Konzernzentrale in die Werkstatt

Im Januar 2010 bezog ich mein Büro in einer Bürogemeinschaft am Hohenzollernring. Frisch gegründet, voller Pläne und einem neu erworbenen IT-Fuhrpark. Mit einem Gemisch aus Panik und Freude. Mir war damals nur halb klar, wie sich meine Selbstständigkeit entwickeln wird. Irgendwie dachte ich, na klar, das wird eine Agentur. Mitarbeiter, wachsen, Chefin sein. Was auch die Berater sagten. Gleich mal einen Anzug kaufen. Zwei Arbeitsplätze einrichten. Im Businessplan vollmundig wahrsagen, um die Bank zu überzeugen.

Etwas über zwei Jahre später packe ich – als mittlerweile überzeugtes frei schwebendes Elementarteilchen ohne Mitarbeiter und Konzernpläne – meinen Kram und ziehe ins Agnesviertel, in die Kasparstraße. In ein kleines Büro ganz für mich, sehr hell, Altbau, Erker, mit Blick auf die Alte Feuerwache. Ich ziehe dort ein nicht nur mit mir. Alle meine Ideen und Projekte werden Platz haben:

Nun tausche ich also die Konzernzentrale ein – gegen einen Werkraum. Nicht zufällig ist das Machen und Werkeln in meinem Firmennamen enthalten: Sinn und Verstand Kommunikationswerkstatt.

Seit jeher geht es mir auch darum, nicht nur über die Projekte von anderen zu sprechen und wohlfeile Thesen aufzustellen, sondern selbst etwas zu machen. Ideen umzusetzen. Projekte auf die Beine stellen. Ich möchte nicht nur Kunden beraten, wie sie am besten im Social Web vorgehen – ich lasse meine eigenen Erfahrungen einfließen. Ich probiere selbst aus, was ich in eine Beratung und Konzeption einbringen kann. Alltagstauglich.

Kommunikationswerkstatt

Ab Mai werde ich also hier zu finden sein:

Sinn und Verstand Kommunikationswerkstatt
Kasparstraße 7
50670 Köln

Alles andere bleibt, wenngleich Telefon und Fax voraussichtlich wegen der knappen Umzugsplanung eine Zwangspause einlegen werden.

Google Maps

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Buchcamp zum Dritten

Zum dritten Mal findet am 5./6. Mai auf dem mediacampus frankfurt das Buchcamp statt. Damit hat sich das Klassentreffen der Buchbranche fest etabliert. Blitzschnell war das Barcamp*  nach dem Start der Anmeldung im März ausgebucht. 150 Teilnehmerplätze waren zu vergeben und neben Buchcampern der ersten Stunde sind auch wieder viele neue Namen auf der Liste.
(*Barcamp = Offene Tagung, bei der die Teilnehmer selbst den Ablauf und die Inhalte aktiv mitgestalten.)

Interessanterweise kam im Vorfeld hier und da die Frage auf, ob es sich überhaupt lohne, wieder zum Buchcamp zu fahren. Ein Barcamp lebt von den Beiträgen der Teilnehmern, ihren Sessionvorschlägen, ihrem Mitdiskutieren und Mitentscheiden, welche der vorgeschlagenen Sessions stattfindet.

Das Buchcamp kann wie die beiden Vorgänger wieder eine erfolgreiche, mitreißende Veranstaltung werden, die die Teilnehmer zusammenschweißt und Impulse für Folgeprojekte wie die Zukunftskonferenz oder Innovation Prototype gibt. Ein Blick auf die Sessionsvorschläge, die bisher eingegangen sind, macht auf jeden Fall neugierig: Sessionvorschläge auf buchcamp.mixxt.de.

Ich habe diese Sessionvorschläge im Gepäck:

Tweet und Frieden – Literatur in Twitter auf der Spur

Twitter ist ein Paradies für Wortspieler und Sprachakrobaten. Ein von Buchmenschen oft noch unentdecktes Paradies.
Ich biete einen Spaziergang durch die verwunschenen, verworrenen und verwegenen Tweets, Kunstfiguren und Zeremonienmeister abseits der asphaltierten Nachrichtenautobahn, auf die Twitter gemeinhin gern reduziert wird. Wer Twitter und seine Nutzer besser verstehen möchte und Inspiration für den eigenen Twitter-Account sucht, ist in dieser Session gut aufgehoben.

Lesen ist sexy – Eine Kampagne für bekennende Lesesüchtige

Wer in die Suche bei Facebook “Lesen ist” eingibt, erhält Ergebnisse wie “Lesen ist Scheiße” oder “Lesen ist Zeitverschwendung”. Spontan entstand die Idee, dem etwas entgegenzusetzen. Ich habe einfach mal eine Facebook-Seite, einen Twitter-Account und einen Tumblr-Blog errichtet und möchte eine Kampagne starten, in der wir Lesemaniacs uns öffentlich zu unserer Sucht bekennen.

In dieser Session möchte ich mit Buchcampern beratschlagen, wie sich eine solche Kampagne möglichst einfach und unkompliziert starten lässt. Logo, Name, Idee – alles ist ein erster Vorschlag und darf beim Buchcamp weiterentwickelt werden. Was können Inhalte sein, wie lassen die sich in der Crowd schaffen, wie lässt sich eine solche Kampagne im Web verbreiten, wer und was lässt sich damit erreichen.

Selbsthilfegruppe Facebook-Seitenadmins

Inzwischen haben die meisten Verlage und viele Buchhandlungen eine Unternehmensseite bei Facebook. Und jetzt? Welche Probleme und Fragen treten im Alltag der Seiten-Administratoren immer wieder auf? Woran hapert es? Welche Tools machen das Leben leichter?
In dieser Session bietet sich die Möglichkeit zum offenen Erfahrungsaustausch. Ich bereite einige Folien vor zu Gewinnspielen, Werbeanzeigen, Statistik und Tools, die wir bei Bedarf heranziehen können. Ziel ist außerdem, Kriterien für Erfolg und Misserfolg von Verlagen und Buchhandlungen in Facebook zu sammeln.

Besonders freue ich mich, dass ich bei dieser Session Stefanie Leo an meiner Seite habe. Sie ist nicht nur mit Bücherkinder, ihrem Portal für Kinder- und Jugendliteratur, ein alter Fuchs im Web, sondern ist überdies mit Ich mache was mit Kinder-Büchern, Ohrensessel – die Wohnzimmerlesung und Bullerbü(cher) – OBCZ-Ohligs eine muntere Botschafterin für das Lesen, ob im Social Web und jenseits aller Bildschirme.

Was mir noch fehlt: Eine Session, wie man über Gestaltung und Ausstattung einen echten Mehrwert fürs gedruckte Buch schaffen kann, würde mich persönlich sehr interessieren. Ganz gut reinpassen würde auch eine Diskussion, wie sich der Markt für gedruckte Bücher möglicherweise verändert. Ich hoffe, es findet sich noch jemand, der diese Themen mitbringt. Vielleicht ein Team aus Verlagsmenschen und Buchhändlern?

Ich sehe dem Buchcamp voller Vorfreude entgegen. Kurz zuvor geht es noch schnell zur re:publica, einem Klassentreffen ganz anderer Größenordnung.

Wir sehen uns, hoffe ich, ob hier oder dort!

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Über den Tag hinaus: stARTtogether und stARTcamp

Wenige Tage liegt das stARTtogether Köln zum Thema Crowdfunding nun zurück. Ungefähr fünfzig Teilnehmer fanden den Weg ins Atelier Colonia, lauschten den Vorträgen von Wolfgang Gumpelmaier, Andrea Kamphuis, Frank Tentler und Axel Kopp und diskutierten bei der Podiumsdiskussion über die Grenzen, Möglichkeiten und Bedingungen von Crowdfunding munter mit.

(c) Christoph Illigens / Kommunikationslotsen.de

Es war inhaltlich sehr interessant, bereichernd und menschlich sehr beglückend. Bei unseren Veranstaltungen wie stARTcamp und stARTtogether herrscht eine besondere Atmosphäre: familiär, entspannt und vergnüglich. Menschen lernen sich kennen, sehen sich wieder und tauschen sich rege, respektvoll und offen aus. Wissen wird großzügig miteinander geteilt. Kritik, Anregungen und Ideen können frei geäußert werden.
Also, alles in allem für uns Veranstalterinnen sehr motivierend, zumal das nächste stARTcamp bereits in Planung ist.

Was jedoch ebenfalls bemerkenswert ist: Das Interesse an der Dokumentation ist atemberaubend. Sowohl damals nach dem stARTcamp als auch jetzt nach dem stARTtogether. Allein in den ersten beiden Tagen nach der Veranstaltung wurden der Bericht und die Dokumentation des Crowdfunding-Abends über 3.800 mal aufgerufen. Dort sind der Link zur Aufzeichnung des Livestreams, die Folien der Sprecher sowie eine Darstellung von Tweets und Fotos mit Storify zu finden. Am Abend selbst wurden über 500 Tweets mit dem Veranstaltungs-Hashtag #stog12 getwittert.

Meiner Meinung nach zeigt diese fantastische Resonanz, wie wichtig eine gute Nachbereitung einer Veranstaltung ist und welche Wirkung sich mit einer guten Dokumentation über den Tag hinaus erreichen lässt. Ich selbst freue mich immer, wenn Veranstalter und Sprecher Vortragsfolien und Aufzeichnungen online stellen. Darüber bin ich schon auf manche Konferenzen, Tagungen und Barcamps aufmerksam geworden, die ich ansonsten nicht wahrgenommen hätte. Und habe sie teilweise dann auch besucht, weil das Treffen der Menschen ein wesentlicher Bestandteil dieser Veranstaltungen ist.
Wir haben uns zwar auch am Abend selbst über ein volles Haus und – dank des Livestreams und Twitter – über die Teilnehmer an weiter entfernten Bildschirmen gefreut. Aber nun erreichen wir mit unserem kleinen, feinen stARttogether offenbar ein Publikum in Konferenzgröße.

Da möchte ich interessierten Sponsoren und Partnern fröhlich zurufen: Unterstützt uns beim nächsten stARTcamp Köln! Ermöglicht uns, im September wieder ein feines stARTcamp auf die Beine zu stellen. Sprecht uns an und wir reden über Möglichkeiten von Sponsoring.

P.S. Bevor sich das Atelier Colonia füllte, haben wir noch flugs ein Unterstützer-Video für die stARTconference aufgezeichnet, die in diesem Jahr über Crowdfunding finanziert wird.

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stARTtogether Köln: Crowdfunding für Kunst und Kultur

Die gemeinsame Finanzierung von Projekten und Ideen, das sogenannte Crowdfunding, wird in Europa zunehmend bekannt. Durch die publikumswirksame Crowdfunding-Aktion für einen Kinofilm der TV-Serie „Stromberg“ gelangte das Thema auch in die Berichterstattung der klassischen Medien. Etliche deutschsprachige Plattformen wie startnext, MySherpas, Pling, Inkubato oder VisionBakery entstanden in den letzten zwei Jahren. Gerade für Kulturinstitutionen, Unternehmen der Kulturbranche und Kreative bietet die gemeinsame Finanzierung von Projekten durch Crowdfunding neue Möglichkeiten.

Am Dienstag, den 3. April 2012 laden Anke von Heyl, Ute Vogel und ich herzlich zum 1. stARTtogether Köln im Atelier Colonia in Köln-Ehrenfeld. In Vorträgen und einer Podiumsdiskussion werden die Bedingungen und Möglichkeiten, aber auch die Grenzen von Crowdfunding ausgelotet. Von 19 bis 22 Uhr beleuchten wir mit menschlich-fachlicher Unterstützung von Andrea Kamphuis, Wolfgang Gumpelmaier, Axel Kopp und Frank Tentler die Möglichkeiten und Grenzen der gemeinsamen Finanzierung von Projekten im Social Web.

Aus der Praxis für die Praxis: Vorträge und Podiusmdiskussion
Wolfgang Gumpelmaier, Berater aus Wien und Experte für Social Film Marketing, führt via Skype ins Thema ein. Andrea Kamphuis (Mitgründerin des Crowdpublishing-Verlags Kraut Publishers) und Frank Tentler (Veranstalter der stARTconference und Social Web-Stratege) geben in Kurzvorträgen Einblick in ihre Erfahrungen mit Crowdfunding-Projekten. Axel Kopp (Kulturmanager und Online-Redakteuer der IHK Düsseldorf) wirft einen kritischen Blick auf das Thema. Moderiert von den Veranstalterinnen und unter Einbeziehen von Fragen aus dem Publikum setzen sich Andrea Kamphuis, Frank Tentler und Axel Kopp in einer Podiumsdiskussion kritisch mit Crowdfunding auseinander. Fragen und Mitdiskutieren ist ausdrücklich erwünscht.

Hashtag #stog12 und Livestream
Der Hashtag für Twitter lautet #stog12. Fragen via Twitter werden reinmoderiert. Wir planen einen Livestream, so dass die Veranstaltung auch von denen verfolgt werden kann, die für diesen Abend nicht anreisen wollen oder können. Nähere Informationen und den Link geben wir am Tag der Veranstaltung bei Twitter (@startcampk), Facebook (facebook.com/startcampk) und im Blog des stARTcamp Köln bekannt.

Im Anschluß ist noch Gelegenheit zum Netzwerken, für Gespräche, Schwatzen, Kennenlernen und Wiedersehen. Der Eintritt ist frei, Getränkeverkauf vor Ort. Die Finanzierung der Raummiete möchten wir analog realisieren – sprich, wir werden am Abend vor Ort eine Spendenbox aufstellen.

Anmeldung
Obschon der Eintritt frei ist, bitten wir um Anmeldung bei XING https://www.xing.com/events/1-starttogether-koln-crowdfunding-kunst-kultur-930832 oder bei Facebook https://www.facebook.com/events/114525278677880/, damit wir ein wenig planen und uns auf muntere Teilnehmer freuen können. Reges Verbreiten dieser Einladung ist absolut erwünscht!

Alle Informationen zum stARTtogether, die Dokumentation und natürlich auch alles zur zweiten Auflage des stARTcamp Köln im September in unserem Blog: http://startcampk.posterous.com/

Ich freue mich auf ein Wiedersehen und Kennenlernen!

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100 Jahre Deutsche Nationalbibliothek: Wir sind ein Jahrgang!

Die Deutsche Nationalbibliothek feiert in diesem Jahr mit einhundert Veranstaltungen  ihr 100-jähriges Bestehen. Eine davon ist die jüngst an den Start gegangene Crowdsourcing-Aktion »Wir sind ein Jahrgang!« (Twitter, Facebook):

»Schicken Sie uns ein Foto, auf dem Sie mit einem Buch, einem Musiktitel oder einer anderen Veröffentlichung aus Ihrem Geburtsjahrgang zu sehen sind.«

Gesagt, getan. Wobei es gar nicht so einfach war, auf Anhieb ein Buch zu finden, dass im Jahr meiner Geburt veröffentlicht wurde.

Der Zufall ließ mich an meine alten Schneider-Bücher denken. Siehe da, das jahrelange Hüten meines Schneider-Buch-Schatzes in Form der elfteiligen Reihe rund um Britta, die Reitlehrerin, hat sich gelohnt! Hier geht’s zu meinem Beitrag.

Macht alle mit und zeigt, welches Buch oder welche Musik mit Euch zugleich auf die Welt kamen! Begleitet wird diese Mitmach-Aktion übrigens von fachkundig von Claudia Pelzer vom CrowdsourcingBlog. Ein famoser Grund mehr, mitzumachen!

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