Storytelling in Games und Büchern #writersroom #gamescom

»Was ist jetzt eigentlich besser, Bücher oder Computerspiele?« Diese Frage blieb glücklicherweise am Montagabend bei Bastei Lübbe außen vor. Eingeladen hatte der Verlag zu einem Abend über Storytelling in Games und in der Literatur. Gekommen waren viele Leute aus der Gamer-Szene. (Nun weiß ich auch mal wieder, wie das ist, wenn man bei einer anderen Community zu Gast ist, wo man kaum jemanden kennt, weder sonderlich viele Bücher- und Kulturmenschen noch lokale Social Medians.)

Daedalic Entertainment Writers Room bei Bastei Lübbe

Welches Format ist das beste für eine Idee? Klick! Und weiterlesen …

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Die Stille ist ein Geräusch*: Storytelling mit Klang

Every time I hear sounds, I see pictures. Then, I start getting ideas. It just drives me crazy. (David Lynch)

Einige Überlegungen und Gedanken zu Storytelling, Erzählwelten und Geräuschen. Mit Beispielen aus Musik, Film und Klangkunst.

Wer hört das Bild?

*schepper*

Ein Erikativ. Ein besonders schöner, wie ich finde. Aus dem Blog des geschätzten Herrn Buddenbohm gezupft, in dem er über den Erikativ und sein Liebesleben schrieb. Ich fand den Beitrag, als ich nach einem schönen Erklär-Link für den Erikativ suchte. Als Erikativ werden auf den Wortstamm verkürzte Verben bezeichnet, benannt nach Erika Fuchs (1906-2005), unvergessene Übersetzerin der Disney-Comics. Für Geräusche oder auch Lautloses, das im Bild schwer fassbar war, benutzte sie stöhn, seufz, grübel oder klimper. Mit Erikativen können wir Texte und Bilder zum Klingen bringen. Und was wäre Twitter ohne Erikativ? #aufjaul

*brumm*

Wie bei allem entscheidet die Dosis. Kaum etwas enerviert mich mehr als die mit Sound und Musik zugematschten Dokumentationen oder Filme. Unentwegte Überbetonung lässt abstumpfen – oder die Flucht ergreifen. Geräusche (wie auch Gerüche) nehmen wir oft erst dann wahr, wenn sie störend sind. Oder in Momenten, in denen wir unsere Umgebung bewusst wahrnehmen.

Doch über Geräusche verorten wir uns, emotional und ganz praktisch. Den Heimweg vom Büro vermag ich beinahe mit geschlossenen Augen zu finden, am Geräusch meiner Schritte auf unterschiedlichem Untergrund, da vorn, spielende Kinder, links hinten sagt die Glocke von St. Agnes die Tageszeit an, hier die stilleren Wohnstraßen, dort vorn die große Straße, die je nach Tag und Zeit auch immer anders klingt … Sobald ein Sinn geschwächt wird, werden andere Sinne schärfer. Klick! Und weiterlesen …

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140 Sekunden: Online lebt, Print auch! #storytelling #printtwitter

Gut, der Tag fing bescheiden an: Um 6 Uhr rief die Vermieterin meines Büros an. Beim Nachbarn unter mir tropfe Wasser durch die Decke. Juhu. Schnell irgendwas angezogen, los. Habe mir noch rasch ein paar Handtücher geschnappt, im Kopf die wildesten Fantasien von schwimmenden Ordner, Server und Klebefilmabrollern … Ungeduscht. Kein Frühstück. Kein Kaffee.

Apropos Frühstück. Normalerweise ein gemächlicher Start in den Tag. Dazu die Lokalzeitung, der Kölner Stadt-Anzeiger. Vor einigen Jahren wurde ich auf die skurrilen Anzeigen unter Glückwünsche und Persönliches aufmerksam. Seltsam kryptisch und teilweise sehr ausschweifend … Seit über zwei Jahren nun füttere ich mit #printtwitter ein Tumblr-Blog, twittere und instagrame die Fundstücke.

Und nun gibt es eine kleine Hommage Klick! Und weiterlesen …

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Saure Zungen sind noch kein #ponyhofgate …

Kürzlich griff ich nach einer Stalljacke, die ich wohl seit einem Jahr nicht angezogen habe. In einer der Taschen raschelte es: eine schmucklose Papiertüte und darin zwei saure Zungen aus dem Büdchen! Ein unverhofftes Vergnügen. Allerdings musste ich sie langsam verspeisen, denn nach einem Jahr ist auch die fluffigste saure Zunge hart wie eine Schuhsohle. Schmeckten aber noch!

Ob ein Blogbeitrag über die re:publica nach nunmehr acht Wochen auch noch schmeckt? Ich bedaure sehr, dass ich nach den glitzernden Tagen in Berlin kaum einen Tag Ruhe hatte, um über das Geschehen vor Ort nachzudenken. Dabei kam wieder einiges ins Rollen, nicht zuletzt – aber Halt, das wird ein anderer Beitrag. Diesmal soll’s um Wortschatz, Sprachwandel und das #ponyhofgate gehen. Genau, meinen Vortrag. Ein blindes Huhn ist kein Ponyhof. Klick! Und weiterlesen …

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Nein! Doch! Ooooh! Onliner in Verlagen, Kommission possible. #akep14

Setzt Euch aufs Sofa, nehmt Euch ein Tässchen Tee. Hier, ein Keks. Omma erzählt von früher.

1998 trat ich einer Interessensgemeinschaft bei, sozusagen. Ich begann meine Ausbildung zur Sortiments-Buchhändlerin, nachdem ich eine Weile herumstudiert und, während des Studiums, u.a. in einer PR-Agentur und im Museum gejobbt hatte. Es brauchte keine Gehirnwäsche und keine blutigen Rituale, um mich zu assimilieren. Ich trat der Buchbranche willig und begeistert bei. Haufenweise Überzeugungstäter und vom Buch musste mich ohnehin niemand überzeugen. Im Gegenteil: nun kam ich auch noch leichter an den Stoff ran, yeah!

Auf den Buchhandel folgten die Jahre in Verlagen, wo ich allerdings bemerkenswert rasch mit einer geheimbündlerischen Unterorganisation sympathisierte und zu einer ihrer Rädelsführerinnen wurde: Onliner in Verlagen. Klick! Und weiterlesen …

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Wie ich einmal aus Versehen die Welt rettete: Storytelling beim #genobc14

»Storytelling? Ach komm’, das ist sowas von 2010, längst durch.« Nicht selten, diese Reaktion, wenn ich erzähle, dass ich mich mit Storytelling beschäftige.  Andere wiederum horchen auf. Mich lässt das Thema auf jeden Fall nicht los. Denn Geschichten sind das, was uns im Web miteinander verbindet. Über den kollektiven Geschichten-, Bilder- und Wortschatz verständigen wir uns miteinander, finden Gemeinsamkeiten (und Unterschiede) und kreieren Neues. Und Storytelling beginnt mit einem Wort.

Deshalb hieß es in meiner Session beim Genobarcamp auch als erste Aufgabe: Schenk’ mir ein Wort! Das Genobarcamp ist das Barcamp der genossenschaftlichen Bankengruppe und fand diesmal bereits zum achten Mal in Bochum bei der GLS Bank statt. Ich durfte als eine der externen Sessionanbieter anreisen und das mit meinem Lieblingsthema: Ideenfindung und Storytelling. Klick! Und weiterlesen …

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Content connects? Gespräch mit Sascha Stoltenow #csforum14

Content, Content Marketing, Content Strategien: über kaum etwas wird derzeit mehr gesprochen, wenn es um die unternehmerische Nutzung des Social Web geht. Buzzwords sind hübsche Aufkleber für Angebote, Dienstleistungen und Produkte. Buzzwords haben aber auch den Effekt, dass alle sehr genau zu wissen meinen, worum es geht. Aber ist das Thema wirklich durch?

Sascha Stoltenow habe ich erst über Twitter, dann auch jenseits des Bildschirms als kundigen, souveränen Menschen kennengelernt. Ich schätze ihn sehr, bringt er doch  mit seinen Gedanken oftmals die nötige Erdung in die mitunter recht aufgeregten Debatten in Social Media. Er ist außerdem einer der Organisatoren des Content Strategy Forum 2014, einer Konferenz, die sich mit einem international ausgelegten Programm genau dem Thema widmet, das uns Kommunikationsarbeiter gerade so umtreibt: Content Strategien.

Heute begab es sich, dass Sascha gleich in der Nachbarschaft bei einem Barcamp zu Krisenkommunikation weilte. Bei einem kurzerhand eingetüteten Kaffeeschwatz habe ich ihn für ein Interview verhaftet. Klick! Und weiterlesen …

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Heureka! Bibliotheken erobern den digitalen Raum …

…, so lautete der Titel meines Vortrags kürzlich bei der Kreisbibliothekskonferenz in Brühl. In anderthalb Stunden habe ich etwas über Social Media, die Ausdrucksmittel im Social Web und Storytelling erzählt. Wie immer saßen Menschen vor mir, für die das alles noch ganz fremd war, und andere, die Social Media selbstverständlich nutzen. Klick! Und weiterlesen …

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Einige lose Gedanken zur Rechtschreibung

Studenten können keine Rechtschreibung mehr: Als ich heute morgen den Artikel in der FAZ las, dachte ich an eine Vorlesung, die DRadio Wissen mal als Mitschnitt gesendet hatte. Darin sprach ein amerikanischer (oder britischer) Professor über die Entwicklung der Sprache, und insbesondere über die der Rechtschreibung.

Das war hochinteressant, weil es eine einheitliche Rechtschreibung noch gar nicht lange gibt. Noch vor hundert Jahren konnte man an der Rechtschreibung ablesen, woher jemand stammte oder lebte. Im Zuge der Gründung des deutschen Reichs und dem Erstarken des (Bildungs-)Bürgertums entschloss man sich dann Ende des 19. Jahrhunderts, eine einheitliche Rechtschreibung für alle Deutschen einzuführen. Wenn ich das alles noch richtig erinnere. Leider finde ich den Radiobeitrag nicht, auch eine Anfrage bei den freundlichen Menschen vom Rundfunk blieb erfolglos.

Abgrenzung durch richtiges Schreiben

Der Radiobeitrag machte mich nachdenklich, denn es ging auch um Kritik an der Rechtschreibung, weil sie als Abgrenzung benutzt wird: »Ich beherrsche die Rechtschreibung, also bin ich gebildeter (= was Besseres) als Du.« Schwierig. Und ich fummelte nachdenklich an meiner eigenen Nase herum. Dafür muss ich, wenn es um Rechtschreibung geht, die Hand recht weit hochheben.

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Frauen aufs Podium! Speaker-Profil und Vita [reloaded]

Immer wieder gibt es Veranstaltungen, bei denen die Bühne allein von Männer besetzt ist, während die Damen im Publikum sitzen. Wenn wir einfach mal ganz fortschrittlich voraussetzen, dass die Kompetenz für die meisten Themen bei allen Geschlechtern gleich verteilt ist, kommt doch Vielfalt in Alter, Geschlecht und Ansichten jeder Veranstaltung eigentlich nur zugute.

Die Ausrede, man habe schließlich keine Frau fürs Thema gefunden oder die Frau, die man gefragt habe, sei leider verhindert, gilt künftig hoffentlich nicht mehr. Seit neuestem gibt es, nach der Sprecherinnenliste bei den Digital Media Women, eine neue Speakerinnen-Liste. Glücklich bin ich mit der Bezeichnung »Speakerin« auch nicht, sei’s drum. Man(n) weiß immerhin sofort, was gemeint ist. In der Liste gibt es Rednerinnen, Referentinnen und Moderatorinnen für zahlreiche Themen. Hier gibt es mein Profil nebst einiger Referenzen – und ich freue mich über Anfragen: http://speakerinnen.org/de/profiles/51. Die 51 war schon immer meine Glückszahl. (Gut, das ist frei erfunden, aber was nicht ist, kann ja noch werden.)

Im Mai bin ich übrigens zum zweiten Mal als Sprecherin bei der re:publica dabei, worauf ich mich jetzt schon sehr freue.

Foto: (c) Michael M. Roth, MicialMedia

Aus diesem Anlass auch mal eine aktuelle Vita nebst Mission Statement:

Ich lebe in Köln und arbeite vor allem in Digitalien. Fünfzehn Jahre lang war ich Teil der Buchbranche, als Buchhändlerin, in Verlagen und nun, seit einer Weile, auch zunehmend als Autorin.

Seit 2010 bin ich selbstständig und nenne mich Social Web Ranger. Ich entwickle Storytelling-Konzepte für Unternehmen und gebe Workshops zu Ideenfindung und Kreativität. Als Ideenkatalysatorin helfe ich anderen, eigene Ideen und Konzepte für Social Media zu entwickeln.

Mein Fokus liegt dabei auf sinnstiftenden und wertschöpfenden Projekten; meine Kunden sind etwa Kulturinstitutionen, Stiftungen, Verlage oder Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften. Mir persönlich geht es darum, mit ermutigenden und inspirierenden Projekten die Welt ein wenig besser zu machen und kreative Menschen zu ermächtigen, die digitale Öffentlichkeit für sich und ihre Ideen zu nutzen.

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