Wie ich einmal aus Versehen die Welt rettete: Storytelling beim #genobc14

»Storytelling? Ach komm’, das ist sowas von 2010, längst durch.« Nicht selten, diese Reaktion, wenn ich erzähle, dass ich mich mit Storytelling beschäftige.  Andere wiederum horchen auf. Mich lässt das Thema auf jeden Fall nicht los. Denn Geschichten sind das, was uns im Web miteinander verbindet. Über den kollektiven Geschichten-, Bilder- und Wortschatz verständigen wir uns miteinander, finden Gemeinsamkeiten (und Unterschiede) und kreieren Neues. Und Storytelling beginnt mit einem Wort.

Deshalb hieß es in meiner Session beim Genobarcamp auch als erste Aufgabe: Schenk’ mir ein Wort! Das Genobarcamp ist das Barcamp der genossenschaftlichen Bankengruppe und fand diesmal bereits zum achten Mal in Bochum bei der GLS Bank statt. Ich durfte als eine der externen Sessionanbieter anreisen und das mit meinem Lieblingsthema: Ideenfindung und Storytelling. Klick! Und weiterlesen …

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Content connects? Gespräch mit Sascha Stoltenow #csforum14

Content, Content Marketing, Content Strategien: über kaum etwas wird derzeit mehr gesprochen, wenn es um die unternehmerische Nutzung des Social Web geht. Buzzwords sind hübsche Aufkleber für Angebote, Dienstleistungen und Produkte. Buzzwords haben aber auch den Effekt, dass alle sehr genau zu wissen meinen, worum es geht. Aber ist das Thema wirklich durch?

Sascha Stoltenow habe ich erst über Twitter, dann auch jenseits des Bildschirms als kundigen, souveränen Menschen kennengelernt. Ich schätze ihn sehr, bringt er doch  mit seinen Gedanken oftmals die nötige Erdung in die mitunter recht aufgeregten Debatten in Social Media. Er ist außerdem einer der Organisatoren des Content Strategy Forum 2014, einer Konferenz, die sich mit einem international ausgelegten Programm genau dem Thema widmet, das uns Kommunikationsarbeiter gerade so umtreibt: Content Strategien.

Heute begab es sich, dass Sascha gleich in der Nachbarschaft bei einem Barcamp zu Krisenkommunikation weilte. Bei einem kurzerhand eingetüteten Kaffeeschwatz habe ich ihn für ein Interview verhaftet. Klick! Und weiterlesen …

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Heureka! Bibliotheken erobern den digitalen Raum …

…, so lautete der Titel meines Vortrags kürzlich bei der Kreisbibliothekskonferenz in Brühl. In anderthalb Stunden habe ich etwas über Social Media, die Ausdrucksmittel im Social Web und Storytelling erzählt. Wie immer saßen Menschen vor mir, für die das alles noch ganz fremd war, und andere, die Social Media selbstverständlich nutzen. Klick! Und weiterlesen …

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Einige lose Gedanken zur Rechtschreibung

Studenten können keine Rechtschreibung mehr: Als ich heute morgen den Artikel in der FAZ las, dachte ich an eine Vorlesung, die DRadio Wissen mal als Mitschnitt gesendet hatte. Darin sprach ein amerikanischer (oder britischer) Professor über die Entwicklung der Sprache, und insbesondere über die der Rechtschreibung.

Das war hochinteressant, weil es eine einheitliche Rechtschreibung noch gar nicht lange gibt. Noch vor hundert Jahren konnte man an der Rechtschreibung ablesen, woher jemand stammte oder lebte. Im Zuge der Gründung des deutschen Reichs und dem Erstarken des (Bildungs-)Bürgertums entschloss man sich dann Ende des 19. Jahrhunderts, eine einheitliche Rechtschreibung für alle Deutschen einzuführen. Wenn ich das alles noch richtig erinnere. Leider finde ich den Radiobeitrag nicht, auch eine Anfrage bei den freundlichen Menschen vom Rundfunk blieb erfolglos.

Abgrenzung durch richtiges Schreiben

Der Radiobeitrag machte mich nachdenklich, denn es ging auch um Kritik an der Rechtschreibung, weil sie als Abgrenzung benutzt wird: »Ich beherrsche die Rechtschreibung, also bin ich gebildeter (= was Besseres) als Du.« Schwierig. Und ich fummelte nachdenklich an meiner eigenen Nase herum. Dafür muss ich, wenn es um Rechtschreibung geht, die Hand recht weit hochheben.

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Frauen aufs Podium! Speaker-Profil und Vita [reloaded]

Immer wieder gibt es Veranstaltungen, bei denen die Bühne allein von Männer besetzt ist, während die Damen im Publikum sitzen. Wenn wir einfach mal ganz fortschrittlich voraussetzen, dass die Kompetenz für die meisten Themen bei allen Geschlechtern gleich verteilt ist, kommt doch Vielfalt in Alter, Geschlecht und Ansichten jeder Veranstaltung eigentlich nur zugute.

Die Ausrede, man habe schließlich keine Frau fürs Thema gefunden oder die Frau, die man gefragt habe, sei leider verhindert, gilt künftig hoffentlich nicht mehr. Seit neuestem gibt es, nach der Sprecherinnenliste bei den Digital Media Women, eine neue Speakerinnen-Liste. Glücklich bin ich mit der Bezeichnung »Speakerin« auch nicht, sei’s drum. Man(n) weiß immerhin sofort, was gemeint ist. In der Liste gibt es Rednerinnen, Referentinnen und Moderatorinnen für zahlreiche Themen. Hier gibt es mein Profil nebst einiger Referenzen – und ich freue mich über Anfragen: http://speakerinnen.org/de/profiles/51. Die 51 war schon immer meine Glückszahl. (Gut, das ist frei erfunden, aber was nicht ist, kann ja noch werden.)

Im Mai bin ich übrigens zum zweiten Mal als Sprecherin bei der re:publica dabei, worauf ich mich jetzt schon sehr freue.

Foto: (c) Michael M. Roth, MicialMedia

Aus diesem Anlass auch mal eine aktuelle Vita nebst Mission Statement:

Ich lebe in Köln und arbeite vor allem in Digitalien. Fünfzehn Jahre lang war ich Teil der Buchbranche, als Buchhändlerin, in Verlagen und nun, seit einer Weile, auch zunehmend als Autorin.

Seit 2010 bin ich selbstständig und nenne mich Social Web Ranger. Ich entwickle Storytelling-Konzepte für Unternehmen und gebe Workshops zu Ideenfindung und Kreativität. Als Ideenkatalysatorin helfe ich anderen, eigene Ideen und Konzepte für Social Media zu entwickeln.

Mein Fokus liegt dabei auf sinnstiftenden und wertschöpfenden Projekten; meine Kunden sind etwa Kulturinstitutionen, Stiftungen, Verlage oder Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften. Mir persönlich geht es darum, mit ermutigenden und inspirierenden Projekten die Welt ein wenig besser zu machen und kreative Menschen zu ermächtigen, die digitale Öffentlichkeit für sich und ihre Ideen zu nutzen.

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Mit Herzblut: Geschichten vom Bürgersteig

Manchmal möchte ich Tage im Internet verbringen und mich einfach nur durch wunderbare Blogs lesen. Im Alltagsgeschäft rauscht trotz RSS-Feeds und allem Monitoring-Klimbim vieles an mir vorbei. Gut, das ist jenseits des Bildschirms  nicht anders. Nur klappt’s dort sogar ohne RSS-Feed und Monitoring. Konzerte und Lesungen verpassen, meine geheime Superkraft! Mitunter jedoch bleibt das Auge im Strom von Wörtern und Bildern hängen. Funktioniert bei mir ausgezeichnet mit Fotos von handschriftlich verfassten Texten. Zu groß ist der Ehrgeiz, auch noch die verschnörkelste Handschrift zu deuten. Zu groß ist das Entzücken über die unterschiedlichen Schriftbilder.

Foto: Rüdiger Bertram

Foto: Rüdiger Bertram

Eines Tages sah ich dann einen Zettel in meinem Stream. Gepostet von Autor Rüdiger Bertram, den ich im vorletzten Jahr beim ersten Heimspiel – Kölner Autoren lesen in Kölner Schulen kennenlernte. Und ich war mittendrin, in den »Geschichten vom Bürgersteig«. Und weil ich hier im Blog immer mal gern kreative Projekte mit Herzblut vorstellen, habe ich Rüdiger Bertram ein wenig ausgequetscht: Klick! Und weiterlesen …

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#Indiebookday zum Zweiten: Festtag für Bücher aus unabhängigen Verlagen

Der März ist wieder ein guter Monat für Freunde und Liebhaberinnen des guten Buchs. Gleich nach der Leipziger Buchmesse findet der Festtag für Bücher aus unabhängigen, kleinen Indie-Verlagen statt, der INDIEBOOKDAY!

»Geht am 22.03.2014 in einen Buchladen Eurer Wahl und kauft Euch ein Buch. Irgendeines, das Ihr sowieso gerade haben möchtet. Wichtig ist nur: Es sollte aus einem unabhängigen/kleinen/Indie-Verlag stammen. [...]

Danach postet Ihr ein Foto des Covers, des Buches, oder Euch mit dem Buch (oder wie Ihr möchtet) in einem sozialen Netzwerk (Facebook, Twitter, Google+) oder einem Blog Eurer Wahl mit “#Indiebookday”. Wenn Ihr die Aktion gut findet, erzählt davon.«

So steht es auf der Website zum Aktionstag. Initiiert wird der Indiebookday vom Hamburger mairisch verlag. Hier auch gleich mal die Leseempfehlung für ihr sehr schönes Verlagsblog und die feine Reihe »Was macht eigentlich ein Verlag?«. So, Indiebookday: 2013 war die Premiere und sie war ein wunderbarer Erfolg. Einige Buchhandlungen griffen die Idee auf und präsentierten an diesem Tag stolz ihre Auswahl von Büchern aus unabhängigen Verlagen. Das Social Web war voller Bilder von schönen Büchern. Die Wunschlisten vieler Büchernerds dürften sich gefüllt haben.

Auch bei mir blieb der Indiebookday nicht folgenlos. Ich habe viele Bücher und Verlage für mich entdeckt. Außerdem fiel mir nochmal explizit auf, wie viel Mühe sich viele kleine, unabhängige Verlage mit der Gestaltung ihrer Bücher machen. Ich bin auf der Frankfurter Buchmesse mit ganz anderem Blick durch die Hallen gelaufen. Auch da fällt auf, wie liebevoll die Stände gestaltet sind, oftmals mit eingeschränkten Bordmitteln, aber mit viel Sinn für gute Gestaltung.

Apropos Gestaltung: ein ausgesprochen hübsches Plakat gibt es neben dem Logo zum Download auf www.indiebookday.de. Dort finden sich auch weitere Infos zum Aktionstag. Beim Facebook-Event haben sich schon über 700 Menschen für den INDIEBOOKDAY 2014 angemeldet. Hashtag ist wieder #indiebookday. Seid dabei!

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Wir tanzen im Viereck: Check-in beim Foursquare-Camp #4sqcamp

Es war eine Entscheidung aus dem Bauch heraus, mir eins der heiß begehrten Tickets fürs weltweit erste Barcamp zu Foursquare, das #4sqcamp, zu sichern. Denn eigentlich gehöre ich zu den eher sporadischen Nutzern, und zu den Nutznießern, die in fremden Städten nach Einkehrmöglichkeiten suchen. Bei Lieblingsorten checke ich gern ein, um meine Reviermarke zu hinterlassen. Aber sonst?

Foursquare, das ist ein sogenannter »Location Based Service«: Nutzer der App können bei Orten oder Veranstaltungen einchecken, sich mit anderen Nutzern vernetzen (Freunde), diesen Check-in öffentlich oder mit Freunden teilen, Listen mit Orten anlegen (für sich und als Service für andere) und Tipps für andere hinterlassen. Wer die App nutzt, kann sehen, welche Orte bei Freunden beliebt sind und wo es etwa das nächste Café gibt. Unternehmen können für Foursquare-Nutzer Specials anbieten.

Das Dortmunder U, Zentrum für Kunst und Kreativität, wo das Barcamp stattfand, gewährt beispielsweise jedem, der dort eincheckt, 50% Nachlass auf den Eintritt. Und hat überdies viel vor, wie in einer Session über digitale Orte von Markus Kucborski und Jasmin Vogel, Marketing-Chefin des U, zu erfahren war.

Interessanterweise bietet Foursquare damit eine bemerkenswerte Verknüpfung von On- und Offline, die aber in Deutschland noch weitestgehend ungenutzt ist. Klick! Und weiterlesen …

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Ein blindes Huhn ist kein Ponyhof: Schabernack bei der 8. Social Media Night Karlsruhe #smcka

Der Wortschatz ist mit das Persönlichste, was wir miteinander teilen können. Wörter, Redewendungen und Sprichwörter verbinden Menschen miteinander. Ich sehe leuchtende Augen, wenn es um den Austausch von Lieblingswörtern geht. Oftmals sind es Wörter, die nur mehr selten benutzt werden und wie aus der Zeit gefallen scheinen. Blümerant, stibitzen, Haudegen. Oder es sind lautmalerische Wörter, die allein beim Aussprechen schon angenehm die Seele kitzeln. Papperlapapp, Muckefuck, Schnickschnack. Mit einem Wort beginnt eine Geschichte. Ein Wort allein erzählt bereits eine Geschichte. Storytelling beginnt mit einem Wort.

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Kleine Weihnachtsansprache

Einige warme Worte zum Jahresende. Statt Karten.


Achtung: Das Büro ist vom  18. Dezember 2013 bis zum 6. Januar 2014 geschlossen.

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